Die Welt im Stück

Der Jahrgang ’14 der Mülheimer Theatertage stellt die ganz großen Fragen. Und bietet durchaus interessante Antworten. Dramatisches von René Pollesch, Wolfram Höll, Laura de Weck, Rimini Protokoll, Rebekka Kricheldorf, Ferdinand Schmalz und Philipp Löhle

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Wie schreibt man mit zwei Menschen eine ganze Welt? Es dürfen auch drei oder vier sein, aber selten mehr als ein Dutzend. Es muss auch nicht immer gleich die ganze Welt sein, aber doch wenigstens ein wichtiger Teil davon, ein bedeutendes Problem, ein entscheidender Konflikt, eine aufschlussreiche Situation. Auf jeden Fall deutlich mehr als das Privatproblem von Herrn X oder Frau Y – soviel darf man schon verlangen von einem ordentlichen Theaterstück. Nicht nur so ein Partikularproblemchen von hinten links.

Solch ein Anspruch war vor dreißig, vierzig, fünfzig Jahren deutlich einfacher einzulösen. Als die deutsche Bundesrepublik noch eine ordentliche Gesellschaftszwiebel mit dickem Bauch und kurzen Enden war; als eine solide, berechenbare Angestelltenwelt mit ihren gerne repressiven kleinbürgerlichen Konventionen am Familientisch entschied, was Normalität bedeutet. Kurz: als das Normalmenschenschicksal nicht nur für sich, sondern irgendwie auch für alle sprach und wir in einer vielleicht autoritären, oft leicht langweiligen, aber einigermaßen überschaubaren fordistischen Nachkriegsmoderne lebten. Darin wurden dann Generationen- oder Emanzipationskonflikte geklärt oder soziale Fragen ...

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Theater heute Mai 2014
Rubrik: Mülheim Stücke, Seite 36
von Franz Wille

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R. Elina Finkel
30. Bärfuss, Die sexuellen Neurosen
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29. Campbell, Mr. Pilks Irrenhaus
R. Arwid Klaws, Jonathan Giele
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