Notizen
Basel
Man erinnert sich: Schon beim Weggang von Frank Baumbauer vor über zehn Jahren hat die Stadt Basel das Theaterbudget massiv gekürzt. Nach dem Abschied von Michael Schindhelm steht Ähnliches an. Dessen Nachfolger Georges Delnon, derzeit noch Mainz, hat sich mit einem Sparbeschluss von 1,9 Millionen Euro jährlich herumzuschlagen und war schon zuversichtlich, mit nur 1,3 Millionen weniger wirtschaften zu müssen. Allerdings hat seit Delnons Berufung die Kantonsregierung gewechselt, und die neue rot-grüne Koalition lässt nicht mehr mit sich rechnen.
Aber noch müssen die Sparpläne parlamentarisch abgesegnet werden – und vielleicht erzwingen die theaterfrohen Basler, die schon ein neues Schauspielhaus privat entscheidend finanziert haben, ein Referendum. Und ganz vielleicht ein kleines Wunder.
Boulevard
Wenn ein Theater derzeit vor Subventionskürzungen sicher ist und keine Angst vor der Zukunft haben muss, dann doch eines, das gar keine Subventionen empfängt. Dachte man, bis gestern. Dann kam die Deutsche Bank, deren Immobilienfonds gerade unter schwerer Schlagseite leidet, und hat den privat geführten Berliner Woelffer-Bühnen zum Jahresende gekündigt. Eine neue ...
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In Deutschland haben Musicals eine üble Reputation. Wer erinnert sich nicht mit Schaudern an den Wahnsinn der Neunziger, als Busladungen voll Touristen sich in Hamburg und Düsseldorf schaurige «Cats»-Inszenierungen anschauten und Andrew Lloyd Webber mehr Schaden an der kulturellen Identität der Deutschen anrichtete als alle Zonen-Gabi-Poster und die Popband Ace of...
Und schon wieder haben wir was gelernt! Die «Bild»-Zeitung berichtete zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal über das Phänomen der «Wanderbaustelle», nämlich über die beiden ganz auf dem Boulevardmist gewachsenen deutschen Gesellschaftsdamen Kader Loth und Tatjana Gsell, die beide Deutschland mit ihren überhaupt nicht gottgegebenen Reizen bezirzen und sich...
Für das Theater zu schreiben, ist ein eigenes Ding, und wer es nicht durch und durch kennet, der mag es unterlassen», meinte Goethe am 4.2.1829 zu Eckermann. Diese Maxime ließe sich leicht in «für das Theater zu übersetzen» umformulieren, und leider ist sie noch zutreffender, wenn es um das Schreiben über Theaterübersetzungen geht. Allzu oft gewinnt man den...
