Von Wandernutten und Wanderbaustellen
Und schon wieder haben wir was gelernt! Die «Bild»-Zeitung berichtete zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal über das Phänomen der «Wanderbaustelle», nämlich über die beiden ganz auf dem Boulevardmist gewachsenen deutschen Gesellschaftsdamen Kader Loth und Tatjana Gsell, die beide Deutschland mit ihren überhaupt nicht gottgegebenen Reizen bezirzen und sich jetzt gerade mal wieder zu etwas entschlossen haben, was man in der Architektur «Rückbau» nennen würde: Kader Loth lässt sich nämlich ihre Brustimplantate entfernen. So.
Dazu muss man auch noch wissen, dass sich die beiden brustgepolsterten Möchtegernladies bis vor kurzem nur im Zustand höchster Stutenbissigkeit begegnet sind, jetzt aber offenbar entdeckt haben, dass sie sich im Doppelpack, gewissermaßen als Fusion, noch besser verkaufen.
Es gibt daneben auch noch die Wandernutten, und die dürften sich von den Wanderbaustellen gar nicht allzu sehr unterscheiden. Wandernutten, sagt das Programm des Theaters Neumarkt, sei einfach eine Art anderer Begriff für Schauspieler, und das trifft ja nun so ganz und gar auch auf Frau Kader und Frau Tatjana zu. Von «Bild» zu «Pro 7» zu «Bunte» zu «RTL» zu irgendwas, eine Bühne ist ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Für Literaten ist ein Engagement in Hollywood zumeist ein zweischneidiges Schwert. Viele Autoren können davon berichten, wie lukrativ das Schreiben für die Filmstudios ist, aber auch davon, wie folgenlos diese Arbeit meistens bleibt. Bret Easton Ellis prahlt in seinem neuen, autobiografisch angehauchten Roman «Lunar Park» damit, dass er lediglich ein paar...
Verstaubt? Abgenutzt? Klassisch, also wirkungslos? Mitnichten. Edward Albees Drama zum Geschlechterkrieg, 43 Jahre alt, präsentiert sich in Karin Henkels Düsseldorfer Inszenierung vital wie ein junger Hüpfer, urkomisch, bizarr, grausam, provokant. Gut zweieinhalb Stunden Kampftheater, Pointenschlacht, Nervenkrieg, Seelen-Casting. Ein weiteres Highlight im letzten...
Basel
Man erinnert sich: Schon beim Weggang von Frank Baumbauer vor über zehn Jahren hat die Stadt Basel das Theaterbudget massiv gekürzt. Nach dem Abschied von Michael Schindhelm steht Ähnliches an. Dessen Nachfolger Georges Delnon, derzeit noch Mainz, hat sich mit einem Sparbeschluss von 1,9 Millionen Euro jährlich herumzuschlagen und war schon zuversichtlich,...
