rob fordeyn

rob fordeyn

Tanz - Logo

In Trajal Harrells «Twenty Looks»-Projekt war er ein Wirbelwind und schleuderte seine Hände durch die Luft wie schlenkernde Flickenpuppen. Später stolzierte er in knapp 20 Zentimeter hohen schwarzen Pumps gleichmütig über die Bühne und moderierte die Modenschau. Egal, ob im knappen Schwarzen oder mit labberigem Sweatshirt, das ihm im Schritt baumelte wie eine volle Windel: Immer trat Rob Fordeyn standesgemäß unangemessen auf – comme il faut.

Seine Ausbildung erhielt er an der Königlichen Ballettschule von Antwerpen, die Tänzerkarriere startete er beim Königlichen Ballett von Flandern. Es dauerte nicht lange, bis William Forsythe auf ihn aufmerksam wurde und ihn einlud, bei seinen Performance-Installationen «Human Writes» und «Heterotopia» mitzuwirken. In Forsythes Umfeld erkundete Fordeyn die Zusammenhänge zwischen tänzerischem Idiom und Stimme (voice), daraus entstand «Noise», seine «neue Sprache». Rob Fordeyn sucht sich seither Projekte aus, die seinen künstlerischen Vorlieben entgegenkommen, etwa bei Choreografen wie Jean-Luc Ducourt, Lisbeth Gruwez, Marc Vanrunxt oder Arco Renz. 2012 schlugen ihn Claudia Castelluccis opernartig-hypertheatrale Kreationen in Bann, und es entstand ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 161
von Merilyn Jackson

Weitere Beiträge
lust auf tragödie

«Wow, diese Szene war echt stark, richtig ekelhaft!» – «Ja, schrecklich – mir ist schon vom Zusehen schlecht geworden.» Ein Gespräch, aufgeschnappt im Haus der Berliner Festspiele beim Festival «Foreign Affairs 2015», am Rand der 24-Stunden-Performance «Mount Olympus» von Jan Fabre/Troubleyn. Die Gesprächspartnerinnen scheinen ihren Ekel und ihren Schrecken...

hofesh shechter

nimmt den Tanz ernst. Er ist bei ihm keine Deko. Kein Kunsthandwerk, geflochten aus attraktiven Körpern. Seine Stücke sind meist heiß, in manchen Momenten kalt, nie lau. Sie überwältigen, sie wüten, sie rocken, aber nicht auf Art einer Unterhaltungsshow. Man spürt Leidenschaft in ihnen, aber in den jüngeren doch auch eine feine, kluge Ironie.

Allemal verzichtet...

vanesa aibar

Zum ersten Mal sah ich Vanesa Aibar 2012 in Madrid bei der 21. Spanish Dance and Flamenco Choreography Competition in ihrem Solo «Era Silencio» tanzen. Alljährlich scheint es bei diesem Wettbewerb ein oder zwei Teilnehmer zu geben, die die restlichen Kandidaten überstrahlen. Diesmal war das in meinen Augen ganz klar: Vanesa Aibar. Und zwar nicht nur wegen ihrer...