cd des monats
Auf der Bühne hat sich «Die Seejungfrau» von Alexander Zemlinsky noch nicht behauptet; das haben die Rechteinhaber verhindert. Inzwischen ist die Schutzfrist abgelaufen, und Mei Hong Lin ist deshalb eine der ers-ten, die in der kommenden Spielzeit am Landestheater Linz die «Fantasie in drei Sätzen» auf ihre Tanzbarkeit testet. Im Konzertsaal taucht «Den lille Havfrue», wie das Kunstmärchen von Hans Christian Andersen im Original heißt, dagegen immer wieder in schöner Regelmäßigkeit auf.
Was wenig verwundert, war die Komposition bei der Uraufführung 1905 weit erfolgreicher als die «Pelleas und Melisande»-Version des Zemlinsky-Schülers Arnold Schönberg, die im selben Programm Premiere feierte.
Beide Werke entstanden unter dem Eindruck des «Till Eulenspiegel» von Richard Strauss, der sich deshalb aus gutem Grund ebenfalls auf der schönen CD-Einspielung findet. Am Ende des 2. Satzes der «Seejungfrau» lässt Zemlinsky das Horn ertönen, das in der sinfonischen Dichtung seines Idols so oft zu hören ist – ein Detail am Rand. Auch sonst ist das Orches-tre Philharmonique du Luxembourg unter Emmanuel Krivine bei der «Seejungfrau» ganz in seinem Element. Schließlich lässt Zemlinsky nicht ...
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Tanz August/September 2016
Rubrik: Medien, Seite 63
von Hartmut Regitz
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