Neue Währung
An der Welsh National Opera hat David Pountney den von Robert Orledge komplettierten Opern-Torso «La Chute de la maison Usher» von Claude Debussy mit Gordon Gettys «Usher House» zu einer Edgar-Allan-Poe-double bill zusammengespannt. Der Intendant nennt frank und frei den Grund: Weil die aktuelle Premieren-Serie seiner Kompanie – mit «Wagner Dream» von Jonathan Harvey im letzten und «Peter Pan» von Richard Ayres im kommenden Jahr – «überaus großzügig von der Getty-Familie unterstützt wird».
Mehr noch: Der Premieren-Marathon sei bahnbrechend für die WNO, da man in Cardiff nun sage und schreibe fünf Ur- und Erstaufführungen britischer Werke innerhalb von fünf Spielzeiten auf die Bühne bringen könne. Man bedenke: Die Premieren-Frequenz an der WNO lag in der Vergangenheit bei durchschnittlich einer Oper pro Jahrzehnt.
Zugegeben: Getty beweist in den von ihm selbst verfassten Dialogen durchaus Sinn für Dramatik, und sangbar sind sie auch, seine markant-diatonische, semi-melodische Rezitativ-Patterns. Dafür spricht, dass Jason Bridges als Poe, Benjamin Bevan als Roderick Usher und Kevin Short als schräger Doctor Primus rundweg überzeugende Leistungen ablieferten. Gelungen auch Joanna ...
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Opernwelt August 2014
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Tom Sutcliffe
Herr Mattei, im neuen Berliner «Tannhäuser» von Sasha Waltz sangen Sie einen fantastischen Wolfram. Ein Rollendebüt?
Nein, das schien nur so. Ich hatte die Rolle schon vor acht Jahren an der Mailänder Scala gesungen. Es war ein großer Erfolg, aber ich habe den Wolfram nicht wieder angeboten bekommen.
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