Heisse Tage
Ach, Israel! In der Jerusalemer Altstadt feiern Familien ausgelassen Bar Mizwa, Pilger steigen staunend bergan zur Grabeskirche, und in den schattigen Gassen des arabischen Viertels hängt schwer der Duft nach Leder und Gewürzen. Kühl rinnt die Zitronenlimonade die Kehle hinab. «Israel ist mehr als ein Krisengebiet», sagt uns Tourismusminister Uri Landau, als wir Mitte Juni in der Pressekonferenz zum Israeli Opera Festival sitzen.
Der Weg hinunter zum Massada-Felsen führt durch das Westjordanland.
Jüdische Siedlungen thronen auf Hügeln, Außenposten in der Autonomieregion, der palästinensischen Westbank. Weit schweift hier der Blick. Auf die Jordanischen Berge, die im Dunst dunkel schimmern. In Richtung Jericho, der ältesten Stadt der Welt, die kein Israeli betreten darf. Still liegt sie in der Sonne. Doch vielleicht wird dort gerade jetzt eine Razzia durchgeführt, auf der Suche nach den drei Talmudschülern, deren Entführung noch eine Vermutung ist. Die größte Militäraktion seit Jahren. Tausende Soldaten sind im Einsatz. Zerstörte Infrastruktur. Hunderte Verhaftungen. Auch Tote, jetzt schon.
Mitten in der Wüste, im Nichts aus Sand und Steinen hat man die Champs-Elysées nachgebaut. ...
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Opernwelt August 2014
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Wiebke Roloff
Dass das alte, recht kleine Theater in Glyndebourne für Mozart ideal war, konnte man mit Fug und Recht behaupten. Der inzwischen 20 Jahre «alte» Neubau mit seinen 1200 Plätzen ist hingegen groß genug für einen ausgewachsenen «Rosenkavalier» (siehe OW 7/2014). Warum aber verstieg man sich darauf, Mozarts frühes dramma giocoso «La finta giardiniera» mit etlichen...
Ein freier Tag in Zürich. Ich streife durch die Geschäfte, auf der Suche nach einem Souvenir. Eine Rolex! Kein Geld, die Gage gibt’s nicht her. Manche kriegen sowas geschenkt, aber ich bin (noch!) nicht berühmt genug. Ein Raclette-Grill? Zu sperrig. Eine Kuckucksuhr? Zu hässlich. Dann eben ein richtig gutes Schweizer Taschenmesser. Das war vor zwanzig Jahren. Auf...
Vorerst läuft die Killerpartie für sie noch unter «Experiment». Zweimal zum Debüt, wie gerade absolviert, bei den Münchner Opernfestspielen, im Herbst folgt eine Serie an der Met. Immerhin ist das öfter als bei der Callas, die sich Verdis Lady Macbeth kein halbes Dutzend Mal live zugetraut hat. Und so überraschend ist das Wagnis bei Anna Netrebko nicht. Die Stimme...
