Gemischtes Doppel

Der neue Darmstädter Intendant Karsten Wiegand startet mit Nono, Monteverdis «Ulisse» und Verdis «Macbeth» – exzellent einstudiert von George Petrou und Will Humburg

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«No hay caminos, hay que caminar» («Es gibt keine Wege, also geh») – hat Luigi Nono seine Raumklangkomposition für sieben ­Orchestergruppen betitelt. In Darmstadt hat der neue Intendant Karsten Wiegand das Werk an den Beginn seiner ersten Spielzeit gesetzt, als Prolog zu Claudio Monteverdis Oper «Il ritorno d’Ulisse in patria» – einer Aufführung, die programmatisch das Alte mit dem Neuen verknüpft und es sich zum Ziel setzt, gemeinsam mit dem auf die Bühne geholten Publikum neue Wege des Umgangs mit Musik zu erkunden.

Das ging zwar mit den zwanglos zwischen den Instrumentalgruppen umherwandelnden Zuschauern gründlich schief, weil Nonos fragile, ein Höchstmaß an Konzentration erfordernde Musik im Schuhgeklapper und Kleider­rascheln unterging, ergab aber nach der Pause durch die hautnah an den Zuschauerblock herangefahrene Szene – eine steil ansteigende Freitreppe – einen munteren Theaterabend.

Regisseur Jay Scheib hielt die Solisten zu konzentriertem, allerdings reichlich konventionellem Spiel an, ohne darum die Emotionen zu drosseln. Für Auflockerung sorgte revuehafte Komik – die aus dem Bühnenhimmel herabschwebenden Götter, der als Schmarotzer Iro lustvoll seine massige ...

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Opernwelt November 2014
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Uwe Schweikert

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