Bildunterschrift

Kampf der Primadonnen

Händel: Siroe Göttingen / Händel-Festspiele

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Der Cembalist, ehemalige Chorknabe und Dirigent Laurence Cummings steht für jenen Typus des positiv denkenden, quirligen, kontaktfreudigen, global agierenden englischen Musikers, der nicht vergrübelt, politisch oder ideologisch an Musik ­herangeht, sondern Spaß haben und bereiten will, die Menschen mit der Lässigkeit des Könners im Sturm erobert und gegenwärtig überall aus dem Boden sprießt. Außerdem ist der 44-Jährige im Pop-Zeitalter aufgewachsen. Er spricht die Sprache der Jugend und teilt ihre Haltung, was schon mal gut ist, um neue Schichten für Händel zu begeistern.

Seit 2012 bestimmt Cummings neben dem Londoner Händel-Festival auch das künstlerische Profil der Göttinger Händel-Festspiele. Sein Engagement für Christoph Marthalers Händel-«Sale» jüngst an der Zürcher Oper zeigt (siehe OW 1/2013), dass er auf dem Sprung ist, sich auch auf dem Festland zum heißen Ticket zu entwickeln. In der niedersächsischen Universitätsstadt, wo die Wiege aller modernen Händel-Festivals stand, will er bis zum 100-jährigen Jubiläum 2020 alle hier noch nicht gezeigten Opern und Oratorien des Meisters aufführen. 2013 stand «Siroe» (1728) auf dem Spielplan, 2014 ist «Faramondo» geplant.

Immo Karaman ...

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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Boris Kehrmann

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