Fiebrige Spielfreude
Das Dortmunder Opernhaus ist eigentlich zu groß für frühbarockes Repertoire. Schon 2011 ließ Jens-Daniel Herzog deshalb für Cavallis L'Eliogabalo nur bis zur 16. Reihe Plätze vergeben. Bei Monteverdis Poppea, die er nun inszeniert hat, geht er in Sachen Intimität noch einen Schritt weiter und bittet das Publikum auf die Bühne. Ganze 270 Plätze sind auf zwei steil ansteigenden Tribünen eingerichtet, das Orchester thront oberhalb eines der beiden Portale, zwischen denen sich zu ebener Bühne die Spielfläche befindet. Bespielt werden zudem die Gänge hinter der letzten Tribünenreihe.
Mathis Neidhardt hat alle Wände und die Portale nach dem Vorbild Yves Kleins mit goldfarbenen Quadraten bemalt und dieser Pracht zum Trotz einen kargen, in seiner Direktheit an das Shakespeare’sche Globe-Theater gemahnenden Bühnenraum geschaffen, in dem man der Präsenz der Darsteller nicht entkommen kann.
Nach dem Prolog der drei Göttinnen kommen die Protagonisten (bis zu drei kleinere Rollen übernehmen die Ensemblemitglieder) in Unterwäsche herein; vom Bühnenhimmel schweben Kostüme, die von Fortuna unter Gezerre des Personals um die schönsten Fummel entschlossen verteilt werden. Dann kann das Spiel um ...
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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Panorama, Seite 37
von Regine Müller
Sie kam, sang, siegte. Und vor allem: Es wirkte so, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Stimmt ja auch in gewisser Hinsicht: Ingeborg Schöpf singt seit 14 Jahren Operette in Dresden. Nur dass diesmal 1,8 Millionen Fernsehzuschauer dabei waren. Und dass das Ganze nicht an ihrem Stammhaus, der Staatsoperette, stattfand, sondern in der Semperoper. Der Anruf kam...
arte
1./7./13./19./25.2. – 6.00 Uhr (1)
24.2. – 23.35 Uhr (2)
Gustavo Dudamel dirigiert
1. Brahms: 3. Symphonie.
2. Berlioz: Symphonie Fantastique. Orchestre Philharmonique de Radio France.
2.2. – 5.15 Uhr (4)
9.12. – 5.15 Uhr (5)
Der Kreuzchor.
Dokumentation von Jana von Rautenberg über den berühmten Knabenchor.
3.2. – 14.00 Uhr
Französische und spanische Musik.
Live von...
Über viele Jahre ihres Lebens war Maria (Marietta) Marcolini so etwas wie das weibliche Gegenstück zum «Invisible Man»: Man weiß nic ht genau, wann sie geboren wurde (vermutlich 1780) und wann sie starb (ihre Spur verliert sich in den 1820er-Jahren). 1811 wurde sie Liebhaberin und Mu-se des jungen Gioacchino Rossini. Sie war die wichtigste Sängerin in dessen...
