Rossinis erste Muse
Über viele Jahre ihres Lebens war Maria (Marietta) Marcolini so etwas wie das weibliche Gegenstück zum «Invisible Man»: Man weiß nic ht genau, wann sie geboren wurde (vermutlich 1780) und wann sie starb (ihre Spur verliert sich in den 1820er-Jahren). 1811 wurde sie Liebhaberin und Mu-se des jungen Gioacchino Rossini. Sie war die wichtigste Sängerin in dessen vor-neapolitanischer Zeit; er machte sie, wie Stendhal es in Vie de Rossini beschreibt, «zur vielleicht besten Musikerin Italiens (...
); an ihrer Seite, an ihrem Klavier und in ihrem Landhaus bei Bologna hat er die meisten Arien und Kantilenen komponiert, die später seinen dreißig Meisterwerken zum Erfolg verhalfen...». Ihr erster gemeinsamer Erfolg war La pietra del paragone, zugleich Rossinis erste abendfüllende Oper. Zwar findet diese sich nicht in dem Programm des Recitals, das die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg Marietta Marcolini widmet; dafür aber die Isabella aus der Italienerin in Algier – wohl der Höhepunkt von Marcolinis Karriere – sowie andere ihrer Paradepartien aus Werken von Mayr, Paer, Weigl, Mosca, Coccia und des jungen Rossini. Hallenberg – kundig begleitet vom Stavanger Symphony Orchestra unter ...
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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 22
von Gerhard Persché
Faustina Bordoni, verheiratete Hasse (1697-1781) war die erste Primadonna der Operngeschichte, noch vor ihrer Kollegin und Rivalin Francesca Cuzzoni; im Charakter wohl angenehmer und weniger launenhaft als jene, die Händel wegen ihrer Kapricen einmal beinahe aus dem Fenster geschmissen hätte. Doch wie hat die Bordoni geklungen? Der Flötist Johann Joachim Quantz,...
Bei Premierendaten Angabe der
Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44, 0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
> Händel, Ariodante: 3. (P), 9., 16., 23. (Halász, Pataki)
> Superflumina: 14.
> 3....
Irgendwann hatte man in Rom von den Opernscharmützeln im fernen Süden offenbar genug. Am 4. Dezember 2012 griff der italienische Kulturminister Lorenzo Ornaghi durch und ernannte Fabio Carapezza Guttuso, einen hohen Staatsbeamten und Präfekten, zugleich Adoptivsohn des verstorbenen Malers Renato Guttuso, für zunächst sechs Monate zum kommissarischen...
