Wege aus der Projektfalle
Theater heute Die Kulturstiftung des Bundes hat nach dem Förderprogramm «Heimspiel», das die deutschen Stadttheater zu Partizipationsprojekten angeregt hat, und nach «Wanderlust», das internationale Partnerschaften unterstützte, jetzt das Programm «Doppelpass» ins Leben gerufen.
Was haben sich denn die Wander-, Spiel- und Sportsfreunde der Stiftung da wieder ausgedacht?
Hortensia Völckers All diesen Maßnahmen liegt, jedenfalls in meinem Herzen und Kopf, der Wunsch zugrunde, den großen Tankern Stadt- und Staatstheatern Angebote zu machen – die sie annehmen können oder nicht –, um sich zu mobilisieren. Dabei interessieren mich weniger Zuschauerzahlen als vielmehr die Frage: Wie weit öffnen die Häuser sich, ihrer Stadt, anderen Kulturen, anderen Themen. Wir wissen ja eigentlich nicht genau, wie diese Tanker in Zukunft aussehen sollen. Wir wissen nur, dass wir sie unbedingt behalten wollen; und dass sie zum Teil nur bedingt zukunftsfähig sind. Manche Häuser funktionieren wie moderne Fabriken, andere reiben sich auf, vor allem in Städten, wo es Probleme mit Publikum und Verwaltung gibt. Die interessieren uns besonders.
TH Der Begriff Tanker trifft insofern nur auf einen kleinen Teil zu. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Juli 2012
Rubrik: Theaterstruktur, Seite 46
von
Bobby will Wahrheit. Als er sie kennt, ist sie wertlos für ihn. Bobby wird von seiner Schwester Betty gerufen, um mit ihr eine Hütte im Wald auszuräumen. Warum das nötig ist, dafür gibt sie verschiedene Gründe an. Am Ende stellt sich heraus, dass die erfolgreiche Collegedekanin einen Liebhaber, einen ihrer Doktoranden, umgebracht hat, weil er andere Frauen...
Eine Geschichte immerhin lässt sich erahnen. Zu Beginn geht es um eine Hartz-IV-Kneipe, in der Arbeitslose mittags umsonst saufen können, abends kommen dann die Besserverdienenden und zahlen die Zeche. In der Kneipe wird es Wiersbinskis Theatertext aber schnell zu eng. Also will er raus und sich überall dort heimisch fühlen, wo sein Autor am liebsten ist: in der...
Wie schön wäre es, mit eigenen Anekdoten aufwarten zu können, mit Initiations–erlebnissen aus dem Kinder- und Jugendtheater der 1980er Jahre. Aber leider sind meine Erinnerungen an dieses Theater meiner frühen und mittleren Kindheit nahezu vollständig verblasst. Nicht einmal von zähen Schulpflichtbesuchen kann ich berichten, nicht von «pädagogisch wertvoller» oder...
