Warum Intendant Klaus Weise Bonn verlässt
Gerhard Preusser Herr Weise, Sie haben erklärt, für eine Verlängerung Ihres Vertrages als Generalintendant der Bonner Bühnen nach 2013 nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Klaus Weise In meiner Zeit als Generalintendant wurden vierzehn Millionen per annum weniger an Finanzierung ans Theater gegeben. Das bedeutet einen Verlust von 230 Mitarbeitern. Ich hätte nach diesen ganz rigorosen Einsparungen erwartet, dass die Politik sagt: Das habt ihr gut gemacht, jetzt müssen wir sehen, wie wir mit unserem Haushalt zurecht kommen.
Das ist nicht passiert. Man hat sehr willkürlich gesagt, weitere 3,5 Millionen sind einzusparen. Man hat gar nicht untersucht, ob der Betrieb das noch hergibt nach den bereits vorangegangenen Sparrunden. Die Vorgabe lautete außerdem, man darf nur bei den befristet Beschäftigten kündigen. Das sind hauptsächlich die Künstler, 102 im eigentlich künstlerischen Bereich und 42 im technischen Umfeld. Wenn man es umrechnet, bedeuten die 3,5 Millionen, dass 70 Stellen wegfallen müssten. Das ist kein gangbarer Weg.
GP Welche Alternativen gibt es?
Weise Ich habe im Gegenzug einen Plan überlegt, wie man durch Erhöhung der Einnahmen, Kürzungen bei den Sachkosten und beim ...
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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Magazin, Seite 81
von Gerhard Preusser
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