Über die Wupper

Zur schwierigen Lage des Wuppertaler Theaters

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Ein neues Haus, eine neue Intendantin. Aber keine freudige Erwartung. Zu schwer wiegen die Hypotheken der Vergangenheit und die Lasten der Gegenwart.

Wenn man das neue «Theater am Engelsgarten», wie sich die neue Spielstätte des Wuppertaler Schauspiels nennt, mit der alten vergleicht, erhält man ein Bild für die veränderte gesellschaftliche Situation des Schauspiels in Deutschland: Hier der elegante, repräsentative Bau von 1966 mit Platz für 700 Zuschauer, zurückhaltend modern, auch etwas verspielt mit seinen Wandelgängen und japanisierenden Gärtchen, im Zentrum der Stadt, umflossen von der Wupper. Dort nun versteckt hinter einem historischen Bergischen Haus (dem Friedrich-Engels-Haus), inte­griert in das Museum für Frühindustralisierung, von einer Straßenböschung begrenzt, eine umgebaute Lagerhalle mit 160 Plätzen, erweitert um einen kleinen, roten Anbau für Künstlergarderoben und ein enges, gläsernes Foyer. Marginalisierung und Musealisierung ins architektonische Bild gesetzt.

Das Schauspielhaus verwittert inzwischen einer möglichen neuen Verwendung entgegen. Es gibt Pläne für die Installation eines Pina-Bausch-Zentrums mit internationaler Projektwerkstatt dort. Die ...

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Theater heute März 2015
Rubrik: Start, Seite 50
von Gerhard Preußer

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