Science-Fick-dich

Ingoh Brux über Alistair McDowall «Brilliant Adventures»

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Die schönen Tage von Middlesbrough sind längst vorbei. Im 19. Jahrhundert galt die Stadt im Nordosten Englands als Eldorado der Eisen- und Stahlindustrie. Danach ging es mit ihr bergab. Dem wirtschaftlichen Niedergang folgte der soziale. 2007 kam «Ironopolis» als «worst place to live in the UK» in die Schlagzeilen. Heute bricht Middlesbrough nur noch Negativrekorde: miese Löhne, schlechte Bildung, hohe Kriminalität, Alkohol-und Drogenmissbrauch. Jeder fünf­te lebt mittlerweile von der Sozialhilfe. Und sogar der Smog ist hier gesundheits­schäd­licher. Wer es schafft, zieht weg.

Wer bleibt, hat Pech gehabt. Hier spielt «Brilliant Adventures», das 2013 in Manchester uraufgeführte Stück von Alistair McDowall (geb. 1987).

In einer heruntergekommenen Sozialbausiedlung hat der 19-jährige Luke, ein versponnenes Physikgenie, eine neue Wohnung bezogen. Zwischen Bücherbergen, CDs, Play Station und Goldfischglas lebt er in seiner eigenen Welt und bastelt an einer Erfindung, einer Zeitmaschine. Sein älterer Bruder Rob, der ein halbnacktes Drogenwrack an der Hundeleine führt, holt ihn zurück in die Realität. Wenn man in Cracktown auf dem Marktplatz wohnt, wie Rob sagt, sollte man auch den ...

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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 176
von Ingoh Brux

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