Regeln des Marktes

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Viele Intendanten durchaus großer Bühnen im Land stöhnen schon lange. Gegen den Sog nach Berlin haben sie selbst bei attraktiven Angeboten schlechte Karten. Das (Arbeits-)Leben in der Hauptstadt ist für viele Schauspieler und Schauspielerinnen so verlockend, dass sie sich auch ohne festes Engagement auf den Weg machen.

Vorbei die Zeiten des föderalen Gleichgewichts, als es egal war, wo man spielte, Hauptsache, das Theater war erstklassig? Ist Berlin wieder wie in den Goldenen Zwanzigern die unumstrittene Theater-Metropole? 

Ein Gespräch mit den (Neu-)Berlinerinnen Anne Ratte-Polle, Fritzi Haberlandt, Anne Tismer und Katharina Schmalenberg.

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Theater heute Jahrbuch 2006
Rubrik: Regeln des Marktes, Seite 30
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Normative Dramatik 2006

Seine Zettelwirtschaft ist Legende, und sie wächst immer weiter.
Im Keller stapeln sich die Notizen, über Jahre wachsen die Stücke, und ob sie jemals aufgeführt werden, war ihm selbst nicht sonderlich klar. Das klingt nicht nach Erfolgsrezept, aber auch so kann man zum Dramatiker des Jahres werden: Händl Klaus im Porträt.

Der Allerheiligenschein trügt

Wenn über Händl Klaus geschrieben wird, bleiben drei Dinge selten unerwähnt: der Name, die Wohnorte und die Zettel. Bringen wir’s also hinter uns.
Der Name: Der Autor des Jahres heißt Klaus Händl, nennt sich aber Händl Klaus. Und das kam so: Als der Schauspieler Klaus Händl Anfang der neunziger Jahre in Budapest für die Adalbert-Stifter-Verfilmung «Brigitta» vor der...

«Hammer, super, geil! Endlich!»

Da hocken sie wieder, wie jedes Jahr, und draußen in der Welt rauscht das Leben vorüber. «Oh Gott, ist das öde und blöde», stöhnt Anna Petrowna mit Blick auf all die Dummschwätzer und Luschen, die sich auf ihrem Gut versammelt haben und nur auf eines warten: das Mittagessen. Dick sind sie geworden, der Winter war lang. Ihre Leiber schwitzen in der Sonne, und in...