Normative Dramatik 2006

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Seine Zettelwirtschaft ist Legende, und sie wächst immer weiter.
Im Keller stapeln sich die Notizen, über Jahre wachsen die Stücke, und ob sie jemals aufgeführt werden, war ihm selbst nicht sonderlich klar. Das klingt nicht nach Erfolgsrezept, aber auch so kann man zum Dramatiker des Jahres werden: Händl Klaus im Porträt.

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Theater heute Jahrbuch 2006
Rubrik: Normative Dramatik 2006, Seite 96
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Von leuchtenden Mäusen und träumenden Menschen

Roland Schimmelpfennig hat einmal gesagt, Theater sei «Faxenmacherei». Seitdem aber seine Stücke immer mehr die deutschen Bühnen bevölkern, geheimnissen die Bühnenkünstler, eifrig sekundiert vom erwartungsvollen Feuilleton, viel in die angeblich raunenden, nicht enträtselbaren, überdies naturgemäß postmodernen Texte hinein. Denn Schimmelpfennig ist in der Art, wie...

Der Teufel wohnt im Emmental

Es gehört von jeher zum Wesen des Menschen, dass er dort, wo er die Dinge nicht versteht und die Welt ihm Angst macht, nach Erklärungen sucht, um sich das Unheimliche näher zu bringen. Wo keine rationalen Erklärungen zu finden sind, entstehen Geschichten gegen das Fürchten, die über Jahrhunderte und Generationen hinweg weitererzählt werden: ein eigener Kosmos aus...

Sein vor Sinn

Ich bin Milan, sagt Milan, und ich koche gern, wirklich. Dann packt er seine Messer aus, säbelt ein bisschen auf ihnen herum, bis jeder eventuell vorhandene Schliff ruiniert ist und guckt zufrieden ins Publikum. Außer Milan gibt es noch Herbert, Marc und Samuel. Der eine fickt gern, der andere isst gern, und der dritte fühlt sich am wohlsten beim Autofahren oder an...