Notizen
Gestorben
Legendär war sein Auftritt in Volker Brauns «Übergangsgesellschaft», wenn er als alter Kommunist und verdienter Spanien-Kämpfer Wilhelm Höchst auf dem Boden sitzt, Westfernsehen guckt und Sätze sagt wie «Der Sozialismus kann nicht als Diktatur zum Ziel kommen». 1988, ein Jahr vor dem Mauerfall, war diese Fortschreibung von Tschechows «Drei Schwestern» im realexistierenden Sozialismus nur in einem Theater der damaligen Hauptstadt der DDR möglich, in Albert Hetterles Maxim Gorki Theater.
Der Intendant hatte sich mit Bedacht selbst als Schauspieler besetzt, denn dann «hätten sie mich mit rausräumen müssen, wenn sie das Stück rausräumen».
Rausgeräumt wurden stattdessen bald andere und anderes, und Albert Hetterle, seit 1955 Schauspieler und ab 1968 auch Intendant des Maxim Gorki, steuerte sein Haus am Kastanienwäldchen noch bis 1994 über die Klippen der Wiedervereinigung. Er war Mitglied der Berliner Bezirksleitung der SED und Träger des Nationalpreises der DDR, doch seine persönliche und professionelle Integrität stand so sehr außer Frage, dass nicht einmal der CDU-Innensenator von Berlin 1992 seine Ablösung erzwingen konnte. Hetterle ist am 17. Dezember 2006 im Alter ...
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Ödi...
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