Kulturelle Bildung

Artgerechte Kinderhaltung: Theater schult: Seit 14 Jahren arbeiten in Berlin Theater und Schulen (TUSCH) zusammen – erfolgreich, aber unterfinanziert

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Oh, schau mal, wie süß», geht ein Raunen durchs Publikum. Die Lichtinseln der Kamera-Displays beginnen hellblau zu leuchten. Auf die Bühne tapsen drei siebenjährige Haselmäuse und lauschen unterm Papp-Haselnussbaum einigermaßen orientierungslos den vorproduzierten Märchen-Erzählstimmen aus dem Off. Total süß, wie sie das mit dem Tanz noch nicht so richtig auf die Reihe bekommen!

Vor dem Hype gegründet

Orientierungslose Haselmäuse wie jene der «Drei Haselnüsse für den Mäusekönig» vom «Staatsballett Berlin – Tanz ist Klasse e.V.

» waren glücklicherweise die Ausnahme bei den 38 Theater­arbeiten, die die TUSCH-Festivalwoche im Podewil präsentierte. Sie entsprechen vermutlich auch nicht ganz dem Ideal von «Kultureller Bildung», das Renate Breitig 1998 dazu bewegte, das Kooperationsmodell «Theater und Schule» zu gründen – mit 10.000 DM Anschubfinanzierung vom Senat, dem JugendkulturService als Träger und anfänglich zwölf Partnerschaften. Damals galt die Referentin für Theater und Ästhetische Bildung in der Berliner Senatsverwaltung sicher noch als Außen–seiterin, wenn sie die Randständigkeit von Kunst, Musik, Sport und Darstellendem Spiel an Schulen kritisierte. Und das Bewusstsein, dass ...

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Theater heute Juli 2012
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Anja Quickert

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