«Wir wollen doch Kritiker sein und keine Fakire»

Zur Ausgabe der Gesammelten Schriften von Siegfried Jacobsohn

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Mit drei Textbänden, einem umfangreichen Kommentar sowie einem Registerband haben jetzt der Literaturwissenschaftler Gunther Nickel und der Dramaturg Alexander Weigel die Schriften eines Theaterkritikers wieder zugänglich gemacht, für den außer wachem kritischen Bewusstsein das passionierte Interesse an dramatischer Weltliteratur und ihrer Darstellung auf der Bühne zum journalistischen Berufsethos gehörten.

Außer einer kleinen Auswahl seiner Kritiken, die Walter Karsch 1965 für eine Rowohlt-Paperbackausgabe zusammengestellt hat, ist nämlich Siegfried Jacobsohn, dem Gründer der renommierten Zeitschrift »Die Schaubühne«, die nach dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreichs zur nun auch politisch Furore machenden «Weltbühne» wurde, keine seinem Rang angemessene posthume Edition zuteil geworden. 

 

Frühentdeckte Hochbegabung

Siegfried Jacobsohn, 1881 geboren, Spross einer Kaufmannsfamilie, interessierte sich bereits als Schüler vehement für Theater. Keine Vorstellung besonders des Deutschen Theaters versäumend, begeisterte er sich für die von Friedrich Kayßler, Max Reinhardt, Richard Vallentin und Martin Zickel gegründete Kabarettbühne «Schall und Rauch» und wurde dann auch zum ...

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Theater heute Dezember 2006
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Klaus Völker

Vergriffen
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