Minidramen an der Minibar

Neil LaBute «Some Girl(s)»

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Wenn sich ein Mann und eine Frau in einem Hotelzimmer treffen, sind normalerweise sexuelle Motive im Spiel. Das Hotelzimmer ist der klassische Schauplatz von geheimen Affären oder spontanen One-Night-Stands. Der Mann aus Neil LaButes «Some Girl(s)» aber hat anderes im Sinn, wenn er in vier verschiedenen (und doch identisch aussehenden) Hotelzimmern vier Frauen empfängt. Irgendwann hat er mit jeder von ihnen mehr oder weniger regelmäßig geschlafen. Jetzt aber will er nur reden.

Der Mann, der offenbar auf ein recht abwechslungsreiches Sexualleben zurückblicken kann, wird demnächst eine junge Krankenschwester heiraten und möchte vorher noch seine Vergangenheit ins Reine bringen. Er hat sich in seinen Liebesgeschichten nie sonderlich gentlemanlike benommen – ursprünglich sollte das Stück passenderweise «Some girls I fucked over» heißen – und möchte sich von seinen wichtigsten Exfreundinnen anscheinend noch schnell die Absolution erteilen lassen.

Der namenlose Held von «Some Girl(s)» ist Englischlehrer, Schriftsteller und ein Verwandter der Kunststudentin Evelyn und des Börsenmaklers Ben aus LaButes Erfolgsstücken «Das Maß der Dinge» (2002) und «Tag der Gnade» (2003). Ähnlich wie ...

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Theater heute Dezember 2006
Rubrik: Chronik, Seite 42
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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