Traumaturgen-Dämmerung

In Frankfurt trafen sich internationale Theater­macher und -Wissenschaftler zum Kongress «Europäische Dramaturgie im 21. Jahrhundert»

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Ein klares Wort zu Beginn: «Das deutsche Theater ist das beste Theater der Welt», sagte Tom Stromberg und meinte es nicht ironisch. Der ehemalige Intendant des Frankfurter TAT und des Hamburger Schauspielhauses, der aktuell das «Impulse»-Festival in Nordrhein-Westfalen leitet, traf damit zwar nicht den Nerv der Sache, aber durchaus einen wunden Punkt.

Vier Tage lang nämlich hatten die Hessische Theaterakademie und der Dramaturgie-Studiengang der Universität Frankfurt internationale Theatermacher und -denker in die Mainmetropole geladen, um unter dem Motto «Europäische Dra­maturgie im 21. Jahrhundert» Tendenzen zeit­genössischer Theaterarbeit zu diskutieren. Man hörte von belgischen Organisationsmodellen, finnischen Ausbildungswegen und englischem Geldmangel. Auffallend oft ging es dann aber doch um die deutschen Verhältnisse. 

Das Knirschen der Stadttheaterstrukturen wurde beschrieben, und die zahlreichen Ver­treter der Freien Szene beklagten den Verlust an institutioneller Unterstützung, der sich in den letzten Jahren zunehmend verstetigt habe, so dass manch einer gar den Wandel vom ehemaligen Schlaraffen- zum künftigen Ödland des Theatermachens erkennen wollte. Dazu stand im ...

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Theater heute Dezember 2007
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Kristin Becker

Vergriffen
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