Matrosenliebe und Intrigen
Mäntel, Degen, Abenteuer, Matrosenliebe, Lügen und Intrigen: Eine der bekanntesten Geschichten dieser Art ist «Der Graf von Monte Christo». Geschrieben hat sie Alexandre Dumas in den Jahren 1845/6. Als Fortsetzungsroman für das Feuilleton des «Journal des débats». Dort sollten die Leserzahlen steigen, die Abonnements verlängert werden. Es klappte: Die Leser liebten das Abenteuer um wilde Seemänner, deren Rache und deren Bräute – und die Zeitung war gerettet.
Nun hat sich die Autorin Katharina Gericke des Stoffes angenommen, nicht die erste Dramatisierung und ein Auftragswerk – «frei nach Motiven von Dumas» – für das Landestheater Niedersachsen Nord. Reinhardt Friese hat die Regie übernommen, Diana Pähler die Ausstattung. Pähler hat einen freundlich bespielbaren, halbrunden Innen- wie Außenraum entworfen. Einem aufgeschnittenen, längst vergessenen Schiffswrack gleicht der Raum, und überall hat die Patina der Zeit sich eingefressen. Knietief sind die Pfützen auf dem Boden, rotbraun verrostet sind die Wände. Ganz egal, ob der Hafen von Marseille, die Gefängnisinsel Chateau d’If oder die verheißungsvolle Insel Monte Christo, klug wird Pählers multifunktionales, surreales Setting jedem ...
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Der heute 63-jährige Bauer war in den...
Stopp I
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Zu anderen (Theater-) Zeiten wäre er, blond und blass, hellstimmig und von kräftiger Statur, jünglingshaft noch als Fünfziger, der ideale «jugendliche Held» gewesen, Moraltrompeter und Mädchenschwarm. Mustert man die knapp fünf Jahrzehnte seines Schauspielerlebens durch – der 1932 in Hamburg geborene Beamtensohn sprang 1956 aus dem Literaturstudium und vom...
