Im Fluxusflow

Stuttgart: Schorsch Kamerun «Denn sie wissen nicht, was wir tun» (UA)

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Es fließt. Alles irgendwie. Und das in einer Stadt, in der sonst auch ziemlich viel steht – vor allem Autos im Dauerstau. Aber zumindest im Schauspielhaus ist gerade Fluxus und damit Bewegung angesagt. Schorsch Kamerun, Punkaltmeister und Antiautoritätskünstler, hält Hof. In blauer Zirkusdirektorenuniform domptiert er für seine «Fluxus-Konzertinstallation» eine gefühlt unzählbare Menge an Mitmachern – Musiker, Schauspie­ler, sonstige Kreative. Die große Bühne interessiert ihn dabei nicht, sie bleibt an diesem Abend verschlossen.

Stattdessen drängt sich die Zuschauerschar zunächst in einem eng abgezirkelten Bereich des Foyers, hört Musik und starrt auf zwei Videobildschirme, auf denen abstrakte Livebilder aus anderen Räumen flackern. Einstimmung auf einen unbestimmten Abend.

Kamerun hat sein Werk als offenen Parcours gestaltet. Auf drei Ebenen lassen sich installative Andeutungen bestaunen – Gerüstkonstruktionen, die als Aussichtspunkt oder Minibühne fungieren, Museumskabinen, in denen eigentümliche Gemälde hängen, ein Pavillon mit Teezeremonie, eine Ausgrabungsstätte oder Baustelle, die vielleicht etwas bedeutet. In einer Ecke wird gemalt, vielleicht auch gebastelt, in einer ...

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Theater heute Mai 2014
Rubrik: Chronik, Seite 59
von Kristin Becker

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