Gut gemeint
Das Theater und sein Publikum haben ihr Verhältnis bis dato über Komplementarität stabilisiert: Der Schauspieler spielt, der Zuschauer schaut. Jetzt scheinen wir in eine Phase einzutreten, die auf Homogenität als stabilisierenden Faktor setzt: Wir da oben und ihr da unten sind gleich; wir sprechen die gleiche Sprache, erzählen uns gegenseitig unsere Geschichten – deshalb können sich auch alle Zuschauer am Erzählen dieser Geschichten beteiligen.
Dieser Prozess der Homogenisierung ist keineswegs auf das Schauspiel beschränkt: Partizipative Kunst, die Ermächtigung des Betrachters, finden wir auch im Museum, bei «Mitmach-Orchestern» und im «City Dance».
Allerdings glauben manche, dass gerade das Schauspiel sich besonders gut für partizipative Projekte eigne. Niemand würde z.B. Simon Rattle ernsthaft unterstellen, dass für ihn das Projekt «Rhythm Is It» die Arbeit mit hochqualifizierten Musikern und einem der besten Orchester der Welt ersetzt. Aber im Schauspiel, das – wenn überhaupt – nur einen sehr schwammigen Begriff von Handwerklichkeit besitzt, ist der gut ausgebildete, erfahrene Schauspieler im Handumdrehen durch den Laiendarsteller ersetzt. Auf einmal ist er wieder da, der ...
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Ich hatte fast Angst vor ihm. Vor diesem großen, mächtigen Mann, der als Chuck in Dogville grob und gefühllos die junge Grace vergewaltigt. Konnte den Schauspieler Sebastian Kowski kaum ansehen, als wir nach einer Vorstellung zufällig nebeneinander an der Bar im Foyer standen, geschweige denn
ansprechen. Hielt vorsichtig Abstand, als wir für «Faust 21» probten, ich...
Aachen, Grenzlandtheater
Kasse: 00 41/1/261 21 79
19.8. Mann, Buddenbrooks
R. Ulrich Wiggers
26.9. Glattauer, Gut gegen Nordwind
R. Uwe Brandt
Altenburg/Gera, TPT
Kasse Altenburg: 03447/585 161
Kasse Gera: 0365/827 91 05
4.9. nach Storm, Der kleine Häwelmann
R. Astrid Griesbach
18.9. nach Grimm, Dornröschen
R. Astrid Griesbach (Marionettenspiel)
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Die Soldaten verschnarchen das Schönste. In Unterhemden und Hosenträgern liegen sie in einer Nische des Basler Schauspielhauses, ein Knäuel eidgenössischer Landser auf Gefechtspause, da springt ein massiger Offizier auf die abschüssigen Planken und trällert ein Mundartliedli. Ein wunderlicher Anblick ist das, denn der Offizier hat schwarze Hautfarbe, trägt...
