Die Kunst als Möglichkeitsraum

Was darf die Kunst? Antworten von André Leipold

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Die Frage danach, wo für mich die Freiheit der Kunst ende und welches Beispiel aus der Arbeit im Zentrum für Politische Schönheit hierbei erkenntnisreich sei, beantworte ich hier zum vielleicht richtigen, aber unangenehmen Zeitpunkt. Der Blick auf die Grenzen der künstlerischen Freiheit ist nach innen gerichtet. Und doch ändert sich ständig die Blickrichtung. Ich versuche mal eine Momentaufnahme.

Unsere letzte Aktion endete gerade mal vor ein paar Tagen.

Sie hieß «Flüchtlinge Fressen – Not und Spiele» und könnte qua Setzung und Ablauf auch als Spielanordnung zur gar nicht mal so beiläufigen Beantwortung genau jener und ähnlicher Fragen herhalten. Doch nach Wochen und Monaten im Auge des Sturms eines facettenreichen und aufwendigen Spiels wird mein Reflexionsbedürfnis noch vom Wunsch nach Pause und Abstand verdrängt – auch weil es während der Aktion schon überraschend tief befriedigt wurde. Die Schaffung regelmäßig eingebauter diskursiver Zugänge für Akteure, Beobachter und Experten war diesmal ein Kern­element. Es war unabdingbar, um die losen Enden zu verknüpfen, die wir bei Aktionsstart präsentierten: die gleichzeitige Probe an einem dystopischen und einem utopischen Stück – das ...

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Theater heute Jahrbuch 2016
Rubrik: Grenzen der Kunstfreiheit, Seite 114
von André Leipold

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