Berlin: Unter Opfern

Yüksel Yolcu nach Jürgen Todenhöfer «Inside IS» (U)

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Wie konnte das nur passieren? Irgendwo «in Syrien» ist Fabian den «Märtyrertod» gestorben. Ein sensibler Junge aus Deutschland, der nach der Trennung der Eltern mit seiner überforderten Mutter aufs Land ziehen musste und seinen desinteressierten Vater vermisst, dessen erste (Ex-) Teenagerfreundin zu seinem Kummer das gemeinsame Kind abgetrieben hat und der am liebsten mit seinem «Kifferfreund» in den brasilianischen Dschungel ausgewandert wäre, um dort die größtmögliche Alternative zum bundesrepublikanischen Alltag mit Schule, Stress und Sinndefizit zu leben.

So weit, so Grips-typisch: Bei Fabian, den Florian Kroop als aufreizend bleiches Gespenst mit ergrautem Haar und riesigem Blutfleck in Herzhöhe spielt, hätten auch Sektenführer, Drogendealer und Online-Games leichtes Spiel gehabt. Die Hassprediger des Islamischen Staats waren am schnellsten.

Doch der Regisseur und Stückautor Yüksel Yolcu hat noch ein ganz anderes As im Ärmel, nämlich die Rechte an Jürgen Todenhöfers Reportage-Bestseller «Inside IS – zehn Tage im Isla­mischen Staat». Während der Imam Ilhan (Asad Schwarz), der rückkehrende Syrienkämpfer resozialisiert, in Gesprächen mit Eltern, Lehrern, ...

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Theater heute Dezember 2016
Rubrik: Chronik, Seite 62
von

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