Begegnung der dritten Art
Der Generationskonflikt wird schon lange nicht mehr an der Musik- und Modefront ausgetragen, sondern in den technologischen und virtuellen Tiefen von Comic- und Computerkultur. Denn dort ist die Jugend vor den Erwachsenen noch sicher. Und zwar allein deshalb, weil Erwachsene ihr in diese komplex strukturierten Welten mangels entsprechender Kenntnisse und Fertigkeiten meist gar nicht mehr folgen können. Merkwürdigerweise reagiert besonders das Kinder- und Jugendtheater auf diese Entwicklung besonders phobisch.
Fernsehende, computerspielende oder comiclesende Jugendliche tauchen in zeitgenössischen Jugendstücken meist als Schwerstgestörte auf, denen in diesem Leben nicht mehr zu helfen ist. Ihre Begeisterung für Mangas oder Computerspiele wird als Symptom einer Krankheit statt als ernstzunehmendes Gegenwartsphänomen diskutiert. Stücke, die sich auf Augenhöhe mit den Medienerfahrungen heutiger Kinder und Jugendlicher auseinandersetzen, kann man mit der Lupe suchen.
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