Die unsichtbare Hand
Szene acht
Am nächsten Tag.
Derselbe Raum.
Bashir und Nick. An den Tischen. Nick erklärt. Bashir hört zu und reagiert. Computer
aufgeklappt vor ihm.
Nick Das Wichtigste am Geld ist, dass die Menschen es nicht gern verlieren, Bashir. Die Menschen, die Firmen, die Regierungen.
Also suchen sie immer nach einem sicheren Ort dafür. Siebzig Jahre lang war der sicherste Ort der amerikanische Dollar.
Bashir Wieso der Dollar?
(Ein Moment.)
Nick Okay …
Der Zweite Weltkrieg.
Die Europäer hatten sich gegenseitig vernichtet. Die Weltwirtschaft destabilisiert.
Bashir Okay …
Nick Die Währungskurse der Welt waren ein Chaos. Also beschloss man, allgemein auf Gold zu gehen. Zur Stabilisierung. Aber das funktionierte nur, wenn jemand den Goldpreis garantieren konnte. Die USA haben das dann übernommen. Wenn Frankreich Geld für sein Gold haben wollte – wendete es sich an Amerika. Deutschland, England – genauso. Das hat uns praktisch zur Weltbank gemacht. Und somit wurde der Dollar zur weltweit sichersten Währung. Man nannte es das Bretton-Woods-System.
Bashir Was für ein System?
Nick Bretton Woods. Nach der Stadt in New Hampshire, wo man sich das ausgedacht hat.
Bashir Bretton Woods …
(Holt ein iPhone ...
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Theater heute Jahrbuch 2016
Rubrik: Stücke des Jahres, Seite 109
von Ayad Akhtar
A
Ayad Akthar
The Invisible Hand (Schauspielhaus Bochum)
The Who and The What (Deutsches Schauspielhaus Hamburg)
Paul Auster
Mr. Vertigo (Theater Dortmund)
Alan Ayckbourn
Rondo (Theater Bielefeld)
Saphia Azzedine
Zorngebete (Theater Ulm)
Malin Axelsson/Karin Serres/Marianne Ségol
Rose Rose Rose (Theater der Jungen Welt Leipzig)
B
Michail Bartenjew und Alexej...
Es gibt diese Bemerkung von Furio Colombo aus Pasolinis letztem Interview: «Die Situation, die du ständig anprangerst, sie ist es letztlich, die dir erlaubt, Pasolini zu sein.» Man ist als Künstler auf den Widerstand angewiesen, an dem man sich reibt. Es ist unsere Aufgabe, die Grenzen der Kunst immer weiter auszudehnen: neue, noch unbekannte Akteure zu erfinden,...
Ich schreibe aus Rache», bekennt die spanische Autorin, Regisseurin und Performerin Angélica Liddell. Aus Rache an ihrer Familie, dem Patriarchat, den Gewaltmechanismen der Gesellschaft. Medium dieser Rache sind Liddells inzwischen legendär gewordenen Hassmonologe, und ihre Waffe ist Liddells eigener Körper. Mit Impuls und Geschwindigkeit eines Maschinengewehrs...
