zurück in die türkei
kündigte sein Engagement beim Stuttgarter Ballett ausgerechnet zu jenem legendären 15. Juli, als in der Türkei das Militär putschte. Der Tänzer kehrte nach Istanbul zurück. «Ich sah all die Einschusslöcher am Flughafen», erzählt er. Zehn Jahre lang lebte er in Stuttgart, arbeitete täglich acht Stunden im Ballettsaal. «Ich wollte wieder frei sein», erklärt der 27-Jährige, der am Istanbul Ballet von lauter alten Bekannten empfangen wurde: von Uğur Seyrek, heute Ballettmeister, der noch unter Márcia Haydée in Stuttgart wirkte. Und von Ayşem Sunal, die ihm sofort einen Job anbot.
Sie, die einst am Königlichen Ballett von Flandern unter Robert Denvers tanzte, leitet das in einem ehemaligen Tabaklager am Bosporus untergebrachte İstanbul Ballet. Ob sie Probleme mit der Lage in der Türkei hat? «Wenn du hart arbeitest», sagt sie, «dann vergisst du die Situation um dich herum.» Warum türkische Tänzer ausgerechnet jetzt in ihre Heimat zurückkehren? «Weil ich Angst hatte, in Stuttgart unglücklich zu werden», sagt Özkan Ayik und zeigt rüber auf die europäische Seite am Bosporus: Sein frühes Ballettstudium hat er dort an der Mimar Sinan Universität unweit der Galata-Brücke als einziger Junge ...
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Tanz November 2016
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Arnd Wesemann
Das viele gute Porzellan. Wie es am Ende summt und klingelt, vibriert und hüpft, dann springt und zu Bruch geht. Bei Grace Ellen Barkey, in «For-ever», geht das Geschirr in Scherben – bevor ein Traum aus blühenden Orchideen über die gesamte Bühne gleitet und Hoffnung verbreitet.
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