Forever

grace ellen barkey, lot lemm «forever»

Tanz - Logo

Am 24. Mai 2017 in Erlangen.

Video unter https://vimeo.com/194366228

Das viele gute Porzellan. Wie es am Ende summt und klingelt, vibriert und hüpft, dann springt und zu Bruch geht. Bei Grace Ellen Barkey, in «For-ever», geht das Geschirr in Scherben – bevor ein Traum aus blühenden Orchideen über die gesamte Bühne gleitet und Hoffnung verbreitet.

Herrlich passt das jüngste Stück der Mitgründerin der Needcompany, uraufgeführt beim «steirischen herbst» im österreichischen Graz, in die gerade eher brüchige Gegenwart. Das diesjährige Motto des Festivals lautete: «Wir schaffen das». Die deutsche Kanzlerin tanzte dort trotzdem nicht mit.

«Die Konfrontation mit dem Tod», sagt Barkey, «lässt dich anders auf die Welt blicken – mit Staunen.» Solches Staunen schwingt in «For-ever» ständig mit. Wie bei «The Porcelain Project» (2007) hat die Choreografin auch jetzt wieder mit Lot Lemm zusammengearbeitet. Lemms Porzellan allerdings hat sich verändert. Bei «The Porcelain Project» waren noch viele Tassen, Teller und Schüsselchen im Spiel, aber auch weiß glasierte Clownsnasen, die bereits jenes «All Tomorrow’s Parties» ankündigten, mit dem die Needcompany vor zwei Jahren den «steirischen herbst» eröffnete.

Bei «Forever» hat das Kunstgewerbe abstrakten Formen Platz ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 44
von Helmut Ploebst

Weitere Beiträge
short cuts

In Cottbus ist Jo Fabian kein Unbekannter. Seit 1991 hat der «Gesamtkünstler» am Staatstheater vier Ballette, eine Oper und ein Mehrspartenprojekt herausgebracht. Ab August 2017 fungiert der gebürtige Berliner als Schauspieldirektor, ohne deswegen das Choreografieren ganz zu lassen.

Unter den «Dutch Masters» (wie sich bezeichnenderweise ein Programm des...

ausstellungen

noir & blanc
Schwarz ist auch eine Farbe. Vor allem in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts signalisierte sie eine Offenheit, Energie und Lebensfreude, die uns heute im Zuge politischer Entwicklungen leicht verloren gehen könnten. Insbesondere Paris etablierte sich als Schmelztiegel der Kulturen, nachdem nicht zuletzt die Kubisten die afrikanische Kunst für sich...

ausblick

ausblick

Berlin

Das Wuppertaler Tanztheater gastiert mit «Palermo, Palermo», einem Stück von Pina Bausch von 1989, im Haus der Berliner Festspiele, 16.–19. Dez.; berlinerfestspiele.de

Hamburg

John Neumeier bringt seine Choreografie von Gustav Mahlers «Das Lied von der Erde», die mit dem Pariser Opernballett im Februar 2015 uraufgeführt wurde (tanz 4/15), mit dem...