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Zur «Generation Erben» zu gehören, gilt nicht gerade als Ruhmesblatt. Der Generalverdacht lautet: Nachlassverwerter zählen zur Kategorie der Leistungsverweigerer und familiären Parasiten, die verprassen, was die Altvorderen durch fleißiger Hände Arbeit erwirtschaftet haben. Ganz anders im Tanz: Hier hat es noch nie was zu verjubeln gegeben, vielmehr verflüchtigt sich das Kapital wie von selbst – kaum dass der letzte Vorhang gefallen ist. Ganze Schaffenszyklen gingen so unter, selbst Werke einflussreicher Choreografen verschwanden in der Versenkung.

In Wuppertal haben sich Pina Bauschs Vermächtnisnehmer aufgemacht zu retten, was zu retten ist – bevor die Zeitzeugen abtreten, die aus erster Hand Auskunft geben können (Seite 54). Ob das der Kunst, der Inspiration, dem Nachwuchs auf die Sprünge hilft? Ist das Aufpolieren alter Inszenierungen überhaupt zukunftsweisend? Denn anders als in der Familie kostet das Erben im Tanz jede Menge Anstrengung und Geld, bevor etwas dabei herausspringt. Grund genug, auch in kommenden Ausgaben auf die tanzende «Generation Erben» zu schauen.

Zumal sich beobachten lässt, dass «Tanz made in Germany» gerade hoch gehandelt wird (Seite 62): Das Bayerische ...

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Tanz Oktober 2013
Rubrik: editorial, Seite 1
von

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