the old woman
Dieser Mann spielt in einer eigenen Liga. Mikhail Baryshnikov ist Künstler durch und durch und einer, der in keine wohlfeile Schublade passt. 1974 kehrte der Ausnahme-Ballerino der Sowjetunion den Rücken, floh aus dem goldenen Kirow-Käfig in den Westen, um dort eine spektakuläre Karriere zu starten. Er glänzte an der Seite so illustrer Kolleginnen wie Natalia Makarova oder Gelsey Kirkland, in Choreografien von Jerome Robbins oder Frederick Ashton, schließlich als Künstlerischer Leiter des American Ballet Theatre in New York.
Vor allem aber gelang dem heute 65-Jährigen ein perfekter Ausstieg, eine Transition nach Maß: Noch immer steht er auf der Bühne, doch den Prinzen-Habitus hat er längst zugunsten mannigfaltiger Schauspiel-, Film- und Contemporary-Dance-Erfahrungen abgelegt. Egal, in welchem Zusammenhang: Baryshnikov imponiert seit Jahren als begnadeter Interpret zeitgenössischer Werke, weil er stets das jeweilige Stück im Blick hat – dem er dienen möchte, anstatt sich als dessen raison d’être zu begreifen. Kein genialischer Individualist also, sondern ein Künstler, der, in den Worten Merce Cunninghams, «stets inmitten der anderen bleiben und den Dialog mit seinen Zeitgenossen ...
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Tanz Oktober 2013
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Silvia Poletti
maastricht_________
tanztage
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im november: politik_________
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