torobaka
Die Arme dem Himmel entgegengereckt, die Finger gespreizt. Die erste gemeinsame Pose in «Torobaka» beschwört Gestirne und Gottheiten, wirkt eher heidnisch als hinduistisch. Kein Zweifel aber, dass sie auf die Huldigung Ganeshas zu Beginn von Kathak-Auftritten zurückgeht. Doch Israel Galván und Akram Khan – der eine in Sevilla, der andere in London ansässig – wollen bei ihrem Pas de deux auf keinen Fall in einem Ballwechsel zwischen zwei Kulturen, Regionen, Städten oder Völkern steckenbleiben.
Daher ziehen sie sich immer wieder auf das Terrain der Abstrak-tion zurück, wo sich neutrale, persönliche und ganz neue Formen erfinden lassen. Sie duellieren sich wie auf einem Feuerball, ihre Arena ist kreisrund und glutorange, wie eine untergehende Sonne. Über ihnen schwebt ein himmlischer Kranz, der die Szene beleuchtet.
Die Produktion liegt im Trend. Am Flamenco führt kaum noch ein Weg vorbei. Gerade fand der Pferdekünstler Bartabas in Andrés Marín sein andalusisches Alter Ego. «Golgota» heißt ihre gemeinsame Prozession. Und Carolyn Carlson verbündete sich unlängst mit Eva Yerbabuena. Nun also geriet Israel Galván ins Blickfeld von Akram Khan. Im Gegensatz zu den anderen Duos der Saison ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Thomas Hahn
Beispiel eins. Vier Breakdancer rücken einer kleinen, eingeschüchterten Tänzerin zu Leibe, die bestrebt ist, ihre lange Initiationsreise unbeschadet zu überstehen. Zwischen schwindelerregenden Sprüngen und lautlos abgefederten Landungen entwickelt sich – unter einfallenden Lichtstrahlen und dem Geprassel von Sound-Effekten – eine wilde, kraftvolle und...
Jan Fabres choreografische Arbeiten haben sich schon immer durch Soli ausgezeichnet, die der Belgier seinen Lieblingstänzern auf den Leib schneiderte. Auch Cédric Charron, seit nunmehr 14 Jahren Kompaniemitglied, ist da keine Ausnahme: Der französische Tänzer hat immer wieder substanziell zu Fabres Arbeiten beigetragen, seit er in «As long as the world needs a...
on tour_________
alvin ailey american dance theater
Allerorten wird über das Tanzerbe diskutiert, ein Name fällt dabei so gut wie nie: der des 1989 verstorbenen Alvin Ailey, dessen Company bis heute überlebt hat. Seit drei Jahren leitet Robert Battle das Ensemble, das die Theatersommerpause mit zwei neuen Tour-Programmen überbrückt. Immer dabei: Aileys Klassiker...
