montpellier: Jan Fabre: «Attends, attends, attends ... (pour mon père)»
Jan Fabres choreografische Arbeiten haben sich schon immer durch Soli ausgezeichnet, die der Belgier seinen Lieblingstänzern auf den Leib schneiderte. Auch Cédric Charron, seit nunmehr 14 Jahren Kompaniemitglied, ist da keine Ausnahme: Der französische Tänzer hat immer wieder substanziell zu Fabres Arbeiten beigetragen, seit er in «As long as the world needs a warrior soul» einen bellenden Hund darstellte. Solche Solo-Porträts haben häufig mindestens so viel über Fabres künstlerische Ideen ausgesagt wie über den jeweiligen Interpreten.
In dieser Hinsicht unterscheidet sich «Attends, attends, attends ... (pour mon père)» nun von seinen Vorgängern.
Die Choreografie basiert auf einer kurzen Reihe von Monologen, zwischen denen Charron Fragmente seiner bislang mit Fabre kreierten Tänze zeigt – zunächst eben den erwähnten Hund. In diesen Momentaufnahmen scheint auf, was für ein kraftvoller Performer Charron ist: Er wendet sich in den getanzten Monologen an seinen Vater und bittet diesen inständig um Geduld – ein biografisches Motiv, hat sich jener doch nie mit den «eitlen Beschäftigungen» seines Sohnes, darunter auch das Tanzen, anfreunden können. Folglich versucht Charron ihn davon zu ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 40
von Pieter T‘Jonck
Sample number one. Four break-dancers nag on a female dancer, small and frightened, determined to walk unharmed through a long initiatory journey. Between dizzying jumps and silent soft landings, under beams of light and rains of sound effects, a pure choreography of jazz, contemporary and break dance – raving, muscular and extraordinary sharp – puts together...
At the mesmerizing sound of a pizzicato cello, played live by a young girl who also gently sings from one corner of the white square traced on the black carpet floor, four old women perform a neat and hypnotic ritual, passing from hand to hand a small piece of lacework. In this episode titled «Magi» appears a clear and simple gesture, the unmistakable mark of...
Die Arme dem Himmel entgegengereckt, die Finger gespreizt. Die erste gemeinsame Pose in «Torobaka» beschwört Gestirne und Gottheiten, wirkt eher heidnisch als hinduistisch. Kein Zweifel aber, dass sie auf die Huldigung Ganeshas zu Beginn von Kathak-Auftritten zurückgeht. Doch Israel Galván und Akram Khan – der eine in Sevilla, der andere in London ansässig – wollen...
