Radebeul: Igor Kirov, Michele Merola, Carlos Matos «Boléro»

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Dreimal Maurice Ravel, drei verschiedene Choreografen, eine Kompanie – so sieht die Formel von «Boléro» aus, das in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul seine Uraufführung hatte. Wobei die Formel nicht ganz stimmt, da sowohl Igor Kirov (Balletdirektor des Kroatischen Nationalballetts) als auch Michele Merola (Leiterin der MM Contemporary Dance Company) auf einen Ravel-Mix setzen, während Tanz-Direktor Carlos Matos allein das titelgebende Werk von Maurice Ravel zum Tanzen bringt.

Gestartet wird mit «Shadows», einer Lampen-Menschen-Installation von Igor Kirov. Ein filigraner Auftakt.

Zwei Tänzerinnen und Tänzer liegen auf der Bühne, über ihnen baumeln nackte Glühbirnen aus dem Schnürboden. Anita Suzanne Gregory berührt die Lampen nacheinander und haucht ihnen und damit den Tänzern den Lebensodem ein. Wie Glühwürmchen organisieren die Lichter den Raum: einschalten, ausschalten, pendeln – ein rhythmisiertes Lichtspiel, aus dem die tanzenden Duos, Trios und Quartette emporsteigen. Sie gleiten sanft ineinander und setzen dann kraftvolle Akzente in zahlreichen Hebefiguren und synchron versetzten Bewegungen, die schließlich zu einem Ganzen werden, bevor das ewige Dunkel alles wieder unter ...

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Tanz Juni 2018
Rubrik: Kritik 6/18, Seite 44
von Torben Ibs

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