Bundesjugendballett
Raum ist in der kleinsten Hütte. Aber so klein ist die SCALA am Ende gar nicht, wo nicht wenige Veranstaltungen des Festivals «PODIUM Esslingen» stattfinden. Dass es sich dabei um ein ehemaliges Kino handelt, ist nicht zu übersehen. Die Wände sind mit roter Seide bespannt. Die Seitenbeleuchtung stammt noch aus früheren Zeiten. Im Treppenaufgang lassen Grußbotschaften einstmals so namhafter Akteure wie Zarah Leander, Toni Sailer oder Romy Schneider den neugierigen Besucher ahnen, dass hier nicht wenige Filme ihre Uraufführung erlebten.
Uraufführungen gibt’s hier noch immer – nicht zuletzt bei der 10. Festival-Ausgabe, bei der wie schon in früheren Jahren das Bundesjugendballett auf einer gerade mal 13 x 7 Meter großen Bühne seine räumliche Anpassungsfähigkeit beweist. In diesem Fall mit «the little match girl passion», einem knapp eine Stunde dauernden Oratorium von David Lang, dem Demis Volpi sichtbare Gestalt verleiht. Das dauert seine Zeit, denn die acht Tänzer und vier Sänger müssen sich erst in das Märchen vom «Mädchen mit den Schwefelhölzern» hineinfinden, das der Komponist nicht einfach nach dem Text von Hans Christian Andersen erzählt. Er konterkariert ihn vielmehr mit ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2018
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Hartmut Regitz
Roman Novitzkys Stuttgarter Ballett
Er ist einer der «Fantastischen Fünf», jenes Choreografen-Quintetts, das Reid Anderson mit der letzten Produktion seiner Amtszeit als Intendant des Stuttgarter Balletts betraut hat. Als Erster Solist lässt sich Roman Novitzky in fast jeder Vorstellung sehen. Sichtbar wird der Slowene aus Bratislava bis zum 24. Juni jetzt auch im...
Ben Van Cauwenbergh traut sich was. Den 200. Geburtstag von Marius Petipa ebenso im Blick wie sein zehnjähriges Jubiläum als Ballettchef des Aalto-Theaters, setzt er einen «Schwanensee» nach alter zaristischer Sitte auf den Spielplan. Keine aufsehenerregende Neuinterpretation – die haben andere (von Neumeier über Ek und Bourne bis Dada Masilo) längst geliefert. Nur...
Seit zwei Jahren leitet Aurélie Dupont das Pariser Opernballett. Hals über Kopf übernahm sie 2016 das Kommando, nachdem Benjamin Millepied unvermittelt das Handtuch geworfen hatte. Nun muss sie die erste große Krise überstehen: Das Vertrauensverhältnis zwischen den Tänzern und der Ensemble-Leitung ist schwer erschüttert. Die Commission d’expression artistique, eine...
