online: digitaler atlas tanz
Das letzte Projekt von «Tanzplan Deutschland» soll das dauerhafteste bleiben – im Internet. Marguerite Joly und Franz-Anton Cramer wollen die Bestände der fünf deutschen Tanzarchive – der Akademie der Künste und des Mime Centrums in Berlin, des Bremer Tanzfilminstituts, des Kölner Tanzarchivs und des Tanzarchivs Leipzig – nach internationalem Standard katalogisieren und dem Normalneugierigen zugänglich machen. Stöbern und dabei nicht erschlagen werden oder aber in die Tiefen der Bestän-de vordringen. Beides ist auf dieser Plattform möglich.
Wer fündig werden will, vom Volkstanztreffen in Rudolstadt bis hin zum Werk von Laurent Chétouane, braucht nur großen Mut zur Lücke. Chétouanes Arbeiten zu Heiner Müller sind stark verstümmelt, weil keine Rechte am Text des Schriftstellers vorliegen. Die Bestände der Akademie der Künste, die das Digitale Archiv Tanz in Zukunft betreut, sind laut Nele Hertling oft nicht ausgepackt, geschweige denn digitalisiert. Auf die Maulwürfe der Tanzgeschichte wartet viel Arbeit: Nur das, was schon gescannt ist, vom Abendzettel zur Videoaufzeichnung, könnte den schnelleren Weg in dieses Archiv finden. Die Geschichte vor 1990 muss noch umkopiert oder erst ...
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Tanz März 2011
Rubrik: medien, Seite 61
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Das Fleetstreet Theater in Hamburg bietet ein Residenzprogramm für Künstlergruppen, die spartenübergreifend arbeiten. Geboten werden zwei bis sechs Monate Proben in den Theaterräumen und ein Wohnatelier plus Bargeld zwischen 500 und 1000 Euro, dessen genaue Höhe die Jury festlegt. Weitere Zuschüsse für Durchführung und Präsentation können beantragt werden, die...
Die Geschichte des Künstlerhauses Mousonturm ist in Leinen gebunden. Auf den Buchrücken steht: «1989–91», «1992–93» usw. Es sind die Monatsleporellos aus 22 Jahren, die so kostbar aufbewahrt werden, Programme, die in unzähligen Haushalten des Rhein-Main-Gebiets jeden Monat neu neben der Klorolle hängen.
Der Leporello Nummer eins ist nicht dabei, zur Eröffnung des...
Sie sind seit dieser Spielzeit Intendant an den Münchner Kammerspielen. Meg Stuart zeigte hier «Maybe Forever», Ende des Monats folgt Alain Platel mit «Gardenia». Beide Choreografen werden ab der kommenden Saison auch mit den Schauspielern des Ensembles arbeiten. Warum Tanz an den Kammerspielen?
Tanz in München ist ausbaufähig, so nehme ich das wahr. In Amsterdam...
