Graz
Graz war 2003 Kulturhauptstadt. Nun steht die zweitgrößte Stadt Österreichs vor der Pleite. Trotzdem soll ein Tanzhaus entstehen. Ungeachtet eines Schuldenbergs von rund 700 Millionen Euro. Aber das lokale Tanznetz Steiermark ist optimistisch. Das Tanz-Haus wird auch eher eine Tanz-Etage, 320 qm groß, in einem Palais mit zwei Ballettsälen und zwei Studios sein. Das jährliche künstlerische Budget von 60 000 Euro soll zu gleichen Teilen von der Stadt Graz, dem Land Steiermark und dem Bund getragen werden. Zur Sanierung der Immobilie werden 260 000 Euro benötigt.
Um auf sich aufmerksam zu machen, haben die Initiatoren kürzlich ein einwöchiges Event veranstaltet, in das die Stadt Graz doch immerhin 17 000 Euro zu investieren bereit war. Das Lobbying war erfolgreich.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Alvin Ailey American Dance Theater’s two premieres aimed to please as many people as possible, with partial success. David Parsons, in “Shining Star,” created a super-sweet confection offering little except surface, like a cream puff with no nutritional value. “Love Stories,” a choreographic collage, offered more by mixing styles and dynamics, but was weighed down...
Es gibt Tänzer, die gibt’s nicht. Artistes chorégraphiques nennen sich bei den Ballets de Monte-Carlo die Künstler, die im Grimaldi-Forum mühelos die Bühne füllen: Bernice Coppieters zuvorderst, die unter dem Eindruck des zuvor Erlebten immer wieder erschaudert. Den Schlag in die Magengrube hat ihr Körper nicht vergessen. Die ganze Brutalität ihres Partners ist...
Es macht nur noch bedingt Sinn, von Zeiten zu schwärmen, in denen es den Künsten besser ging – als der Bürger noch den Willen besaß, sich im aristokratischen Nachglanz des Balletts zu baden. Und den Tanz tatsächlich als sinnliches Bildungsgut zu begreifen. Doch die Mär von der Ökonomie ist längst überall eingezogen: Kultur wird nach Angebot und Nachfrage bewertet....
