Der Ausbilder
Nein sagt Philip Taylor, zum gegenwärtigen Zeitpunkt würde er nur ungern eine Ballettschule leiten. «Die Ausbildung ist ein zu hartes Brot, wenn nicht mal geklärt ist, für wen diese Schulen überhaupt ausbilden. Man erwägt nicht, die Kompanien zu fragen, welche Art von Tänzer sie suchen. Denn umgekehrt müssten sich die Schulen dann auch klar entscheiden, für welche Kompanien sie ihre Tänzer wirklich vorbereiten.» Taylor sagt, er selbst habe Glück gehabt, in Leeds von Elaine und John Storey Auty ausgebildet worden zu sein.
Von dort ging’s zu Neville Campbell und Darshan Singh Bhuller, den damaligen Leitern des Phoenix Dance Theatre in Leeds, für das er heute wieder arbeitet. In Leeds, seiner Heimatstadt.
«Ausbildung ist nichts anderes, als sich gegenseitig herauszufordern, um die eigene künstlerische Handschrift zu entwickeln», sagt Taylor, der sich unter Jane Dudley und Nina Fonaroff an der London Contemporary Dance School weiterentwickelte, auch wenn er nicht ins Bild des damals modernen Graham-Tänzers passte (er war zu groß und zu schlank). Individualität wurde aber umso höher geschätzt und auch gefördert. «Ich choreografierte für mich selbst, als ich Student war, weil die anderen ...
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