Meißner Porzellan und Dresdner Spitze
Dresdens Ballettdirektor Aaron S. Watkin ist dabei, den Wirkungskreis der Kompanie zu erweitern, räumlich und formal. Demnächst stellen sich junge Tänzerinnen und Tänzer als Choreografen vor, auf der neu eröffneten Spielstätte «Junge Szene» wird Stijin Celis «Cinderella» herausbringen. Experimentelle Projekte sind in Hellerau geplant. Wegen des großen Erfolges werden Jirí Bubeniceks Arbeiten für das Albertinum wieder aufgenommen. Unverzichtbar aber bleiben an einem Haus wie der Semperoper opulente Handlungsballette.
In Korrespondenz zur Erarbeitung aller Edelsteinchoreografien von George Balanchine hat jetzt Judith Fugate dessen Version der «Coppelia», die er gemeinsam mit Alexandra Danilova 1974 nach Petipa kreiert hat, als deutsche Erstaufführung einstudiert. Roberta Giudi di Bagno hat ihre frühere Porzellan-Ausstattung des Stückes in den USA durch Anklänge an Dekors und Farbtöne des «weißen» Goldes aus Meißen verändert. Damit bleibt sie in der Dresdner Linie, klassischen Balletten lokales Kolorit zu geben. So ist Swanhilda in einer zerbrechlichen Teekanne mit Zwiebelmuster zu Hause, entsprechende Farbtöne und Muster in gehauchter Abstimmung bestimmen den Raum und die Kostüme ...
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Wie kam es zur Idee eines nationalen Tanzbüros für Deutschland?
Die Idee resultierte aus folgender Beobachtung: Es gibt in Europa einige Länder mit nationalen Einrichtungen, die vernetzen und Informationen bereitstellen. Wie etwa Finnland: Dance Info Finland hat auch ein Exportprogramm, über das Gelder des Außenministeriums laufen, um Tanz aus Finnland zu...
Acht Tänzer treten im Alltagskostüm auf die Bühne, entkleiden sich, als würde gleich ihre Yogaklasse beginnen. Halb nackt schmusen sie sich in rosafarbene Wolldecken, die sie von einem sauber aufgeschichteten Stapel nehmen. Geigensaiten kratzen Grunzgeräusche, Blicke treffen sich und erzeugen Paarbildungen. Man beschnuppert sich auf leerer Bühne wie erste Menschen...
Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, grüßte live vom Podium. Auf der Bühne umarmten sich Sasha Waltz, als Vertreterin des zeitgenössischen Tanzes in Berlin, und Vladimir Malakhov, Berliner Statthalter der klassischen Tradition. Fast zeitgleich berichtete die ARD darüber in den Nachrichten: Der Tanzkongress 2006 startete mit...
