Rihoko Sato
Choreografie gibt es nur mit lebendigen Körpern. Lebendig heißt, dass die Tänzerin als Interpretin der Choreografie dieser etwas hinzufügen kann, was auch die Choreografin oder den Choreografen überrascht, vielleicht nicht physisch, sondern auf einer Ebene des Unbeschreibbaren. Es geht nicht um bloße Interpretation, es geht um etwas Wertvolleres, die tatächliche künstlerische Zusammenarbeit zwischen Tänzer und Schrittmacher. Das erfährt Saburo Teshigawara fast täglich, dessen Werk von der Kollaboration mit Rihoko Sato beinahe schon abzuhängen scheint.
Sie beherrscht sein Bewegungsvokabular perfekt und schnitzt es sich akkurat und wunderschön in ihren Leib. Bei Rihoko Sato kristallisiert sich die Poetik des Meisters, sie besteht neben ihm, dem großen Tänzer, etwa in «Double Silence», «Mirror and Music» (tanz 7/10) und «Obsession». Ihre Soli und Duette mit Teshigawara sind immer die Highlights seiner Stücke.
Rihoko Satos starke Physis entstammt ihrer Ausbildung als Turnerin in England und den USA, wo sie bis zum Alter von 15 Jahren lebte. Nach ihrer Rückkehr 1996 und einigen Workshops wurde sie Mitglied der Kompanie Karas, tanzte in nahezu allen Stücken von Teshigawara und ist heute ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Das Ballett der Freien und Hansestadt Hamburg ist weltbekannt. John Neumeiers Kompanie hat 59 Mitglieder. Drei weitere Tänzer und acht Eleven werden von Sponsoren finanziert. Aus dem Etat der Hamburgischen Staatsoper erhält das Hamburg Ballett acht Millionen Euro; mit Einkünften durch Gastspiele und Spenden verfügt es über rund 14 Millionen Euro. Das Ballett...
Gabi Beier eigentlich Tanzdramaturgin, hat Ende 2006 in Berlin-Prenzlauer Berg das Studio ada eröffnet, zugleich Proben- und Spielstätte und mit nur 72 Quadratmetern ein kleiner, fast intimer Ort. Dort macht sie einiges anders als ihre Kollegen der größeren Bühnen. Jenseits großer Namen und internationalen Glamours hat sie regelmäßige Reihen eingeführt wie das...
«Es war so ein ‹Gesucht – Gefunden›.» Nach drei Monaten täglicher (wirklich täglicher) Arbeit an «Orlando» ist der Hauptdarsteller immer noch der größte Fan seines Choreografen. Friedemann Vogel spricht mit Begeisterung und Liebe von Marco Goeckes wunderbaren Ideen, von dessen positiver Ausstrahlung, durch die man «einfach mitmachen will». Alle im Theater seien...
