Cecilia Bengolea, François Chaignaud: «Castor & Pollux»
Sie sind die Stars der Stunde. Mit vier Kreationen, einer Art Werkschau, geht es für die beiden französischen Tänzer Cecilia Bengolea und François Chaignaud derart hoch hinaus, dass man sich fragt, in welche Gefilde der Hype noch führen mag. Oder wann der Absturz folgt. Mit «Castor & Pollux», soviel steht fest, stellen die beiden einen Höhenrekord der Indoor-Performance auf. Sie inszenieren sich, über dem Publikum schwebend, als Sternbild, wie die Götter. Deus ex machina hieß das bei den alten Griechen.
Lang starren wir nach oben in die Schwärze des Universums oder des Bühnenturms. Orgeltöne dröhnen uns die Ohren voll. Dann treten die Dioskuren der Performanceszene abwechselnd hervor aus Dunkelheit und Nebel. Benommen drehen wir den Kopf, von Kastor zu Polydeukes, oder umgekehrt. In schrillbunt gestylten Bodysuits werden sie zu modernen Engeln. Mit wehenden Haaren rauschen sie abwärts, bis Chaignauds blonde Locken Botticellis Aphrodite evozieren.
Die Poesie des Schwebens ist vollkommen. Man liegt am Boden auf Decken, klemmt sich ein aufblasbares Kissen unter den Kopf und gibt sich den Träumen hin, bis man den harten Boden nicht mehr spürt. Von den Gelenkschmerzen, denen sich ...
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Titel
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