rrungs!
«Rrungs!» von Wanda Golonka ist «eine Raumerkundung». Also erkundschaften wir die Volksbühne in Berlin. Aufwendig werden sechs Gruppen von Zuschauern gebildet. Im Gänsemarsch erschnattern sie den Weg durch die Löcher der Unter- und Hinterbühne zu den Sitzen, dorthin, wo man gute Aussicht hat auf den Mann, der seinen nackten Bauch knetet. Nach ihm treten auf: eine Frau, die lästige Fliegen vom nackten Bein wegklatscht, zwei Beinschwingerinnen, die wie Klapperschlangen zischen, eine Dame, die am Mikro sagt, dass sie der Zukunft des Planetarischen nicht vorgreifen möchte.
Dann hört der Mann auf, seinen nackten Bauch zu befühlen, und kleidet sich dick ein. Hunderte Klamotten hat er zur Verfügung. Also beschreibt die Dame am Mikro die Liebe als illusorische Wärm’. Was zur Folge hat, dass eine Tänzerin den bekleideten Mann lieber wieder nackt sähe und an ihm zerrt, weil: Tänzerinnen wollen Wärm’, sonst müssten sie nicht tanzen; was zur Folge hat, dass der Mann ihr noch das Kleid und den BH nimmt, worauf das bedauerliche Wesen stocksteif gefroren auf die Bühne kippt und am Rücken gewalkt wird von ihrer Kollegin, der beredt einfällt, dass das Nackte «wie ein Rücken von vorn» sei, ein ...
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