basel: guilherme botelho «sideways rain»
Hier ist nichts mehr so, wie es bisher war. In Guilherme Botelhos 18. Stück seit 1994 ist die Bühne nackt, sind die Tänzer seiner Kompanie Alias anonym und die Gesten alles andere als alltäglich. Hier stehen keine Möbel mehr herum, niemand ruft länger mit etwas Wasser auf glitschigem Boden ein Schwimmbad ins Leben, und keiner verzappelt sich noch, weil seine Glieder sich selbstständig machen. «Sideways Rain» ist stattdessen eine Art Ostinato, das während fast einer Stunde 15 Tänzer fortwährend von links nach rechts über die Bretter treibt.
Auf allen vieren bewältigen sie zunächst die Bühnenbreite, setzen behutsam im Zweiertakt Zehenspitzen und Handflächen auf: ein kontinuierlicher Fluss von Körpern, die im Strom ihre Autonomie, aber nicht ihre Individualität aufgeben. Jener Vierbeiner kommt langsam, der andere schneller vorwärts, zuweilen werden ein paar Schritte beschleunigt. Aber keine und keiner dieser geduckten Gehorchenden schweift aus, weder nach links oder rechts noch nach oben. Der bespielte – besser: betanzte – Raum reicht nicht über Hüfthöhe hinaus.
Langweilig? Von wegen! Die Variation ist das Thema. Der Gang auf allen vieren schwillt zu einem Sitzen – Gleiten – Abrollen ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: kalender, Seite 38
von Anna Hohler
Für viele geht es in erster Linie um Diana Vishneva, die Mariinski-Queen. Wegen ihr wollen sie das Werk vor allem sehen. Aber Diana warnt: «Das fühlt sich an wie Ballett fürs 21. Jahrhundert. Wenn Sie das gesehen haben, wird traditionelles Ballett auf Sie für immer wirken wie die reine Zeitlupe.» Wollen Sie das wirklich?
Diana Vishneva ist nicht überall mit auf...
Das «White Bouncy Castle», bekannt als schneeweiße Hüpfburg, die William Forsythe zusammen mit Dana Caspersen 1997 für Londons Artangel schuf, haben mittlerweile Tausende besprungen. Auf Luftkissen zugleich die Balance zu halten und zu tanzen, das tut weh. Der New Yorker Kunststudent Andros Zins-Browne, den es an die Brüsseler Schule P.A.R.T.S. verschlug, hat...
...ist das neueste Mitglied einer der ältesten europäischen Kunstinstitutionen geworden. Die 1696 gegründete Akademie der Künste in Berlin nahm sie auf, um sie für ihre Verdienste bei der Entwicklung der Künste zu ehren. Nun sitzt sie neben William Forsythe, Nele Hertling, Reinhild Hoffmann, Susanne Linke, Alain Platel, Arila Siegert, VA Wölfl und Robert Wilson.
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