brüssel: andros zins-browne «the host»
Das «White Bouncy Castle», bekannt als schneeweiße Hüpfburg, die William Forsythe zusammen mit Dana Caspersen 1997 für Londons Artangel schuf, haben mittlerweile Tausende besprungen. Auf Luftkissen zugleich die Balance zu halten und zu tanzen, das tut weh. Der New Yorker Kunststudent Andros Zins-Browne, den es an die Brüsseler Schule P.A.R.T.S. verschlug, hat dieses Luftschloss ganz bestimmt behüpft und zusammen mit Stefan Demming nun selbst eines gebaut. Nicht groß, es muss ja ins Theater passen.
Auch nicht so schön, sondern grün wie eine flache Insel in einem Meer von Zuschauern, die im Karree um mehrere Sturmgebläse sitzen und zuhören, wie ihnen das Eiland nach und nach die Luft nimmt, weil sich aufblähende Kissen unter den Matten Berge wachsen lassen.
Drei Herren mit Cowboyhut treten mit Cowboystiefeln auf die welliger werdende Plastiklandschaft. Vorsichtig und ohne Sporen plätten sie die Bergtäler, besteigen wie Rodeoreiter die sich auftürmenden Bergrücken, die mit zunehmendem Druck erst Sidney Leoni und Jaime Llopis, dann Zins-Browne von dieser Assemblage aus Luftkissen wieder abwerfen; sie benehmen sich wie unbeherrschbare Jungbullen. Zins-Browne sieht darin die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2011
Rubrik: kalender, Seite 34
von Arnd Wesemann
Antja Kennedy, das Buch hat 420 Seiten plus DVD. Das wirkt auf Anhieb wie eine Doktorarbeit. Ist es eine?
Nach meiner Gastprofessur an der Universität Hamburg hatte ich überlegt, eine Doktorarbeit zu schreiben, entschied mich aber dagegen. Ich wollte ein Buch über den aktuellen Stand der Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien in Theorie und Praxis für jedermann mit...
Nun stimmt auch Frankreich mit ein, in die Hymnen auf John Neumeier. Der Anlass: Seit 30 Jahren werden seine Stücke an der Seine empfangen und sogar von den Stars der Pariser Opéra interpretiert. Zwölf Ballette, von «Vaslaw» bis «Parzival – Episoden und Echo»: Flüssig, inspiriert und stets engagiert schreibt Jacqueline Thuilleux zu jedem Werk eine Analyse, neben...
...wird neuer Chef der Compañía Nacional de Danza und damit Nachfolger von Nacho Duato, der nach St. Petersburg abgewandert ist. Der 1969 geborene Martínez kam 1988 an die Ballettschule der Pariser Opéra und wurde 1997 zum étoile der berühmten Kompanie ernannt. Seit einigen Jahren choreografiert er auch. Martínez beginnt sein Direktorenamt im September und soll...
