Ausbilden - In der Akademie
Caroline Llorca, Sie waren selbst Erste Solistin in Paris, gelten als Spezialistin der Vaganova-Technik, seit 2001 sind Sie Professorin für Klassisches Ballett an der Ballettakademie der Münchner Hochschule für Musik und Theater. Was braucht der Nachwuchs? Liebe, Leidenschaft, Vertrauen. Sie brauchen unsere Zuneigung, um ihre Träume verwirklichen zu können.
Schließlich versuchen wir gemeinsam, aus dem Körper eine Stradivari zu machen – auf der sie dann spielen können, was immer sie wollen. Ob und was das ist, ist allein ihre Entscheidung, wenn vorher die richtigen Weichen gestellt worden sind. Dafür tragen meine Kollegen und ich die Verantwortung.
Was suchen kleine Mädchen schon ab fünf, sechs Jahren im Ballett? Alle Kinder kommen zum Ballett, weil sie im Theater eines gesehen haben. Also eine professionelle Inszenierung, komplett mit Kulissen, Musik und prächtigen Kostümen. Tänzer, die zehn oder mehr Jahre hart trainiert haben. Und wir stellen sie an die Stange und verlangen acht lange Jahre lang, dass sie Développé devant und Battement tendu ...
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Eine Zeit lang nannte der Branchenspott ihn Robert «Long ago» – Robert Longo galt als ultimativer Vertreter der 1980er Jahre: Post-Punk, New Wave, New-York-hip, in steter Reaktion auf ein selbstgewisses, aber untergründig selbstzerstörerisches Corporate America. Longo, der Bildhauerei studiert hatte, als Zeichner und Filmregisseur bekannt wurde, sah den Fall mitten...
Das Tanztheater Wuppertal gastierte gerade in Breslau, als es am Mittag des 30. Juni die Nachricht vom Tod Pina Bauschs erreichte. Die Kompanie tanzte am Abend, so wie sie auch nach den Anschlägen des 11. September getanzt hatte. Dieses als ein Akt der Selbstbehauptung, zum einen. Und es mag, zum anderen, den Tänzern ein Trost gewesen sein, das jüngste Stück, das...
Was hat die Maniküre mit den liturgischen Ges-ten eines Bischofs gemeinsam, was soll ein Pferdedoktor mit einem Kampfpiloten gemein haben, was eine Goldschmiedin mit einem Plakatekleber? Alle lieben ihren Job. Alle üben ihn mit Hingabe aus, und alle tun es geschickt mit ihren Händen. Darum heißt das, was einst eine Kunst genannt wurde: Handwerk.
Pascale Houbin...
