Tanzkomplizen
Ja, nein, vielleicht – wer die Höhen und Tiefen der ersten Liebe erlebt, ist definitiv nicht von dieser Welt: Pubertierende Jugendliche hängen ab, irgendwo zwischen Kind- und Erwachsensein, proben den knallharten Aufstand, drehen sich inbrünstig um sich selbst, den Teddy noch auf Standby, falls es mal brenzlig wird. So oder so ähnlich scheint sich das auch Joachim Schloemer gedacht zu haben.
Für die neue Kinder- und Jugendtanzreihe «Tanzkomplizen», die er zusammen mit TanzZeit-Begründerin Livia Patrizi leitet, hat er das Eröffnungsstück «Loveline» – Zielpublikum 12+ – choreografiert.
Alles beginnt auf einem zweisamen Planeten namens Kuschelrock. «Je t´aime» haucht es aus einem Minilautsprecher, Räucherstäbchenduft schwängert die Luft. Und zwischen Aufstellern mit «JAAAAA», «aaaaah», «oooooh», «fliegen», «fallen» und «knutschen» drehen sich Izi (Izabela Orzelowska) und Otto (Sami Similä)um das, was ihnen gerade zum ersten Mal passiert. Oder auch nicht. Denn Liebe unter Teenagern ist ganz großes Kino, mit allerhand Drama und Zweifeln verbunden. So stellt Izi Otto auf die Probe, indem sie sich immer wieder von einer Leiter fallen lässt und dabei laut «Fängst du mich?» kreischt. Otto ...
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Tanz Mai 2017
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Christine Matschke
Auditions
Die Dresden Frankfurt Dance Company sucht außergewöhnliche Künstler-persönlichkeiten mit fundierter klassischer Balletttechnik. Tänzerinnen sollten sicher im Spitzentanz sein. Bewerbungen per E-mail mit Porträtfoto, Lebenslauf sowie Videolink an: audition@dresdenfrankfurtdancecompany.de
Fortbildungen
Neuer Studiengang CAS Performative Künste an der...
Die diesjährigen «Zeitgenössischen Schweizer Tanztage» waren nicht gerade das Highlight im Alltag einer Tanzjournalistin. Ich habe mich Anfang Februar am Schaufenster für Schweizer Tanz in Genf drei Tage lang gelangweilt und mich immer mal wieder gefragt, was wohl sozial verträglicher wäre: Weglaufen oder Powernap. Wummernde Bässe, mal schneller, mal langsamer,...
Weich fließen die Wellenbewegungen durch die Körper; tief tauchen die Tänzer in eine Vorbeuge, wiegen sich geschmeidig im weiten Ausfallschritt. Dann wieder arretieren die Bewegungen der in apartes Schwarz gekleideten Schar. Hart geht der Ruck durch die Gelenke, wenn die Darsteller mit zur Faust geschlossenen Händen am Gasdrehgriff eines Motorrads zu reißen...
