Tadashi Endo
Tadashi Endo, 1947 in Peking geboren, ist Butoh-Tänzer, Choreograf, Leiter des Butoh Centrum MAMU und des Butoh-Festivals MAMU Butoh & Jazz in Göttingen. Nach seinem Regie-Studium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien entwickelte er nach einer Begegnung mit Kazuo Ohno seine spezifische Art des Butoh, die er auch als Pädagoge weiter vermittelt. Zu seinen bekannten Soli zählen «MA», «Tasogare», «Quai Dan», «One Nine Four Seven», «Kara da Kara», «Synapsis» und die Choreografien «Migration» und «Shi Zen», letztere für die Cie. Lume, São Paulo.
Was unterrichten Sie? Butoh, allerdings eine eigene Form: Butoh-MA. MA bedeutet «Leere» oder «der Raum zwischen den Dingen». In meinen Workshops lege ich großen Wert auf intensives und hartes warming-up, Improvisationen oder choreografische Arbeit; genauso wichtig ist die Vermittlung der Philosophie des Butoh und das Leben als «Butohist» wie Tatsumi Hijikata und Kazuo Ohno. Noch wichtiger ist der Versuch, die Tänzer nach ihrem eigenen Butoh suchen zu lassen. Wie Kazuo Ohno sagt: «Jeder kann Butoh tanzen» – zwar nicht den japanischen Butoh, sondern einen eigenen Tanz im Sinn des Butoh. Für eine erfolgreiche Suche ist die innere Leere besonders ...
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Carolyn Carlson: Entschuldigen Sie die Verspätung, ich war gerade so richtig mitgerissen von meinem Improvisationskurs. Das Thema war «blind sein». Was da zwischen den Tänzern abging, war unglaublich spannend.
Ich wollte Sie genau danach fragen, denn Sie haben oft zu Jazz mit Joachim Kühn improvisiert. Was bedeutet Ihnen Improvisation heute? Sie ist noch immer die...
Philipp Gehmacher ist unter den Choreografen der Fragwürdigste. Keiner befragt Tanz grundsätzlicher. 2004/05 entwickelte der Österreicher Incubator, zugleich auch Titel dieses Buches, zuerst als Performance für vier Tänzer aus puren Gesten. Ihr Ziel: das Zeichen aus dem Tanz zu vertreiben. Zusammen mit Angela Glechner und Peter Stamer gibt es jetzt 107 Seiten...
Sasha Waltz hat ein Ziel: 60 Vorstellungen im Jahr in Berlin. Warum? Die Schaubühne, die ihr dortiges Repertoire (u. a. «Körper») aufrecht erhält, die Staatsoper (nach «Dido & Aeneas» plant sie hier «Medea») und das Radialsystem, der Kunstort ihres Mannes, den sie mit «Dialoge 06 – Radiale Systeme» effektvoll eröffnete, bilden plus ihrer Kinder- und Jugendarbeit...
