sylfiden
Bei der Uraufführung 1836 an der Königlichen Oper von Kopenhagen war die Hexe eine Frau, die das jugendliche Liebesglück von James vereitelte und als Rachefurie, die Mächte des Bösen verkörpernd, jäh ins Geschick der arglos Liebenden einbrach. In jüngerer Zeit erhielt die destruktive Dämonin Madge ein zunehmend individuelles Antlitz, da teuflische Höllenmächte im modernen dänischen Wohlfahrtsstaat kaum noch als glaubhafte Bedrohung ins Feld geführt werden konnten.
Die Hexe mit den proletarischen Zügen einer trunksüchtigen Intrigantin wandelte sich mehr und mehr zur verschmähten, sexuell frustrierten alten Jungfer. Am originellsten porträtierte vielleicht Sorella Englund diese zeitgenössisch getrimmte Madge – als Widersacherin von Nikolaj Hübbe, der den Betreiber des Bauernhofs auf der Höhe seiner Tänzerkarriere am Königlich Dänischen Ballett 1990 verkörperte. Die beiden gaben ein bemerkenswertes Paar, doch zeichnete sich bereits damals ab, dass das titelgebende Geistwesen zu einer seltsam nachgeordneten Randfigur verblassen würde.
Hübbe setzt, nunmehr in seiner eigenen Inszenierung, die Hexe Madge noch direkter auf den Schottenjüngling an. Sie ist bei ihm nicht mehr die gewohnte ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Charlotte Christensen
gegen Angst und Missverständnisse, gegen Konflikte, Traumata, Kriegs- und Terrorbilder. Tanzen hilft auch, aber manche müssen sich erst einmal von der Seele reden, was sich dort an Bedrohlichem ein- genistet und verkapselt hat. Der Choreograf Darrel Toulon fuhr in den einst umkämpften Kosovo und hatte ein paar Ideen, wie er dem Nationalballett des Landes begegnen,...
Northern Ballet celebrates its 45th anniversary in March 2015 at an event entitled the Sapphire Gala in Leeds. At a similar gala, to recognise the company’s four decades of existence, the starry international guests were somewhat eclipsed by the dancers of the home company who conclusively proved that being based in a regional city did not inhibit performance of...
In den «Zeitsprüngen» von Nadja Kadel und Kati Burchart finden sich die beiden Choreografien nicht beschrieben. Klar, es haben sich natürlich viel mehr Werke von Uwe Scholz erhalten, als ein einziges Buch fassen kann. Werke, die sich auch von einem kleineren Ensemble bewältigen lassen – vorausgesetzt, man wird bei ihrer Finanzierung vom Tanzfonds Erbe unterstützt...
